Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1712491
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Bercttoni, 
Niccolo. 
Berrugn etc, 
Alonso. 
 Die grosse Menge der nach ihm gestochenen Blätter findet man 
bei Ileineclte und im Winlslcrschen Catalog verzeichnet, die lJestc-n 
derselben in seinem critisehcn Verzeichnisse I. 61  '24. 
Berrettoni, NICCOIO , Maler von Muntefeltro, geb. 1657, gest. 1682. 
einer der Svackerstcn Schiiler G. Mai-aufs und S. Cantarinfs. Er 
bildete sich durch CantarinYs Unterricht, so wie durch die Nach- 
ahmung Guidds, und Correggids einen gemischten, zarten, leich- 
ten, unbewundenen Styl, wie der Uebersetzer des Lanzi sich aus- 
driiclit. 
Maratti, über den talentvollen Schüler eifersüchtig, hielt ihn 
nicht nur zu erniedrigenden Arbeiten an , sondern entzog ihm auch 
in der Folge die Ausmalung des Gewölbes der Kirche S. Silvestro, 
welche Kränkung" an dem frühzeitigen Tod des Iiiinstlers Schuld 
 war. Lanzi I. 506 d. Ausg. Einige seiner schönen Staffelei-Ge- 
mälde sind in England. Heinccke führt verschiedene nach ihm ge- 
stochene Blätter an. 
BCPTIICT, Bildhauer zu Paris, verfertigte eine grosse Anzahl Werke 
 in Marmor und auch einen Entvvurf des Monumentes zur Ehre der 
im amerikanischen Freiheitskriege gebliebenen Offiziere. 
Gabet erwähnt von ihm die Statue von däXgiieseau im k. Museum, 
die Stärke fiir den Justizpallast zu Bordeaux, die Tragödie und 
Comödie fiir das Theater derselben Stadt, ein Basrelief für die 
Faqade der Schule der Medicin u. s. w. 
"Berruer war 1797 Professor der alten Akademie der Malerei und 
Bildhauerkunst, ist aber gegenwärtig nicht mehr am Leben, doch 
 wissen wir die Zeit seines Todes nicht anzugehen. 
Bcrruguete, AlOUSO, berühmter Bildhauer, Maler und Architekt, 
eh. zu Paredes de Nava 1480, gest. zu Alcala 1561- Dieser Künst- 
 {er von ausgezeichnetem Verdienste ist derjenige, der in Spanien 
das richtige Verhältniss des menschlichen Körpers gegründet und 
selbes zuerst seine Landsleute gelehrt hat. Dieses war um so 
 verdicnstvoller, weil sich die spanischen Künstler über die ersten 
Grundsätze dieser VVisseuschaft nicht vereinigen konnten, indem 
 einige die von Gaurico aufgestellten Verhältnisse billigten, andere 
aber an den Mustern des Meisters Fehpe de Borgoria, oder auch 
des A. Dürer hingen. 
"Er war der Sohn des Pedro Bcrruguete, der ihn bis zu seinem 
 Tode unterrichtete, worauf Alonso nach Italien ging. Im Jahre 
 1505 war er in Florenz, und co virte den berühmten Carton des 
 lYIich. Angeln, den Iiriegsiibcrfall bei Pisa vorstelleucl. In Rom, 
wohin er 1504 kam, arbeitete er viel mit Buonarotti und stand ihm 
 immer zur Seite. Bramante erlheilte ihm den Auftrag, in Concur- 
renz mit andern Iiiinstlern ein Modell vom Laokoon zu nehmen, 
um selben in Bronze" zu giessen. Der Künstler brachte das lYIo- 
dell wirklich zu Stande, aber Rafael wählte das des Sansovino für 
den Guss. Hierauf kehrte B. wieder nach Florenz zurück, und 
verweilte einige Zeit in dieser Stadt, wo er an B. Banrlinelli und 
an A. del Sarto Freunde fand. Aus estattet mit Kenntnissen be- 
trat er endlich 1520 wieder das Vaterland und hielt sich einige Zeit 
in Saragossa auf, wo er das prächtige Grabmal des Vicekanzlers 
von Arragonien verfertigte. Nach seiner Rückkehr in Castilien 
wurdezer von Karl V. ausgezeichnet. Dieser ernannte ihn zu sei- 
nem Maler und Bildhauer, und trug ihm verschiedene Werke für 
den Alcazar und fiir seinen neuen Pallast zu Grenada auf. Bald 
darauf überreichte ihm Karl eigenhändig auch 'die Schlüssel eines 
Ayuda de Camera. Der Erzbischof von Toledo, Altonso de Fon-
        

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