Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1712317
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Bernmut. 
Berna. 
italienischen Ansichten bestehen, mit den lYIonumenteu des Alter- 
thmns geschmückt. Indessen sind ihm auch die Denkmäler seines 
Vaterlandes Vorwürfe zu Gemälden. Er besitzt genaue Iienntniss 
der Perspektive, und ein schönes naturgetreues Colorit. Gabet 
 führt mehrere seiner Gemälde an, die bis 1827 von diesem Künst- 
ler erschienen. 
 Bverlot ist auch Tonkünstler. Er führt den Titel eines Pcnsionairs 
des Orchesters der komischen Oper, und war Mitglied der So- 
cietc des enfans (Plipollon et des concerts Clery.  
Bernmllt, Landschaftsrnaler aus Lothringen, der um 1670 blühte. 
Er war Schüler des berühmten Claude Lorrain, in dessen Ge- 
schmacks er schöne Bilder malte. Nach langen Reisen liess er sich 
in. Nancy nieder, und erlangte den lluf eines berühmten Künstlers, 
dennoch sind seine Lebensverhältnisse nicht genau bekannt. 
Bermoser. S. Permoser. 
Berna, sienesisclier Maler, ein zu seiner Zeit berühmter Künstler. 
Der Name desselben ist unstreitig Abkürzung von Bernabo und 
nicht von Bernartlo, wie Baldinucci und nach ihm Lanzi glauben. 
G-hiberti nennt ihn Barna, wvahrscheinlich aus Barnaba verstüm- 
melt, und rühmt besonders in St. Agostino zu Siena ein Gemälde, 
Welches einen jungen lYIann in Begleitung eines Mönehs vorstellt, 
der ihm auf seinem Wege zur Richtstätte zuspricht. Dieses und 
mehrere andere Gemälde, welche Berna in Siena ausführte, sind 
nicht mehr vorhanden. Noch wohl erhalten ist ein Crucifix in 
Ärezzo, wohin der Künstler 1369 kam. Am Fusse des Kreuzes er- 
blickt man die Madonna, Johannes und den heil. Franziscus in 
tiefer Betrübniss, und den Erzengel Michael mit grossem Fleisse 
dargestellt, es fehlt aber das Bildniss des Guccio di Vanni Tarlatti 
von Pietramala, des Donators, welches llsrna ebenfalls am Bilde 
anbrachte. Es wurde von den Feinden dieses angesehenen Man- 
nes abgestossen. Dieses grosse Bild ist in Fresco gemalt, aber der 
obere Theil, den eine Gruppe von Engeln füllt, ist retouchirt. 
Von den übrigen Gemälden, die Bcrna zu Arezzo hinterliess, ist 
nichts mehr vorhanden. Vasari I. 542 deutsche Ausg. von Schon]. 
Das weitläufigste Werk, das uns von diesem Iiünstler noch 
übrig geblieben ist, sind-die Malereien an den Wänden der Haupt- 
kirche zu St. Gemiänano. Man erblickt hier zur Rechten Bege- 
benheiten aus dem 'ebcn Christi, zur Linken Geschichten des al- 
ten Bundes. Dem Berna gehört wohl nur die Leidensgcschichte 
an, obwohl ihm Ghiberti jene Geschichten des alten Bundes bei- 
legt, Welche die linke Seite zieren, denn Vasari las unter diesen 
Bildern die Aufschrift: A. D. 1556 Bnrtuldus magistri Fregi de Se- 
nis me pinxit, was auf einen andern Ursprung deutet. Ru- 
mohr fand die Ausführung ungleich unvollkummener als! die der 
gegenüberstehenden Bilder, und glaubt, dass diese Werke nicht 
wphl einem Künstler zuzuschreiben seien, den Ghiberti hervor- 
 hebt Er erkennt hierin die IYIanier und Richtung des Taddeo 
di llartolo. 
Berna hat in diesen Darstellungen immer noch viele, durch die 
neueren Griechen überlieferte, typische Charaktere und Zusam- 
menstellungen beibehalten. Eine Beschreibung der Gemälde siehe 
lctt. Sancse ll. 117. Sie waren das letzte Werk des Künstlers, das 
er jedoch nicht ganz vollenden konnte, indem er vom Gerüste 
stürzte und an der Verletzung starb. Sein Schüler Giovnnni von 
Ascian; vollendete die Arbeit. 
Vasari sagt, dass Bcrna um 1381 arbeitete, allein diäseß ist of-
        

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