Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1712295
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Barke] , 
Victor.  Berkhqy, 
Theodor 
Johannes 
etc. 
Die meisten Blätter Berkzfs, deren Dlabacz 85 beschreibt, sind 
in literarischen Werken. 
Berkel, Theodor VIGIOP, Medailleur, geb. zu Herzogenbusch 
173g, gest. dasclbst 1808. Er stammte aus einer der ältesten Fa- 
milien der Stadt, fand schon von Iiindheit an die grüsste Lust am 
Zeichnen und später fühlte er sich zur Gravirkunst gezogen, die 
er bei dem Münzgraveur Marme zu Clevc erlernte, und durch 
sein eigenes Talent laflegte. Er liess sich zu liotterdam nieder und 
hatte dort in seinem 57. Jahre bereits seinen Ruf begründet, als 
ihn der Herzog von Lothringen nach Brüssel rief, um durch ihn 
der Stempelsehneideltunst, welche l-Iedlinger in Deutschland zu 
Ansehen erhob, auch in den Niederlanden Flur zu verschaffen). 
Seine schönste IYIedaille stellt das Bildniss dieses berühmten Me- 
ciinas vor, dessen Züge der Künstler mit Wahrheit und vollende- 
ter Aehnliclilieil wiedcrgab. Der Iiopf ist schön und charakteri- 
stisch, und die Haare scheint der Wind zu bewegen. 
Berkel war auch in Vlfien einige Zeit als Graveur angestellt, fand 
aber sein Talent nicht gehörig belohnt, wesswegen er 1805 nach 
_HerzogenbusehAzuriickhehrte, wo er bis an seinen Tod verblieb. 
Seine schönen Medaillen sind sehr bekannt und von den Kunst- 
liebhabern geschätzt. Ein vollständiges Verzeichniss derselben ist 
im Messager des sciences et des arts de Gand 1850 S. 4534. Sie 
sind mit T. V. B. bezeichnet. Die älteste von 1770 ist auf die Er- 
 banung der lutherischen Iiirche zu Amsterdam gefertiget. Andere 
verewigen merkwürdige Zeitereignisse und berühmte Männer, oder 
dienten zur Belohnung des Fleisses u. s. w. Sehr selten ist die 
Medaille, welche in der Revolution 1787 die Patrioten von Utrecht, 
ob cives servatos, schlagen liesseu. Die Preussen suchten die Exem- 
Rllare, um sie zu vernichten. Der Name des Iiünstlers ist auf der 
 edaille nicht eingegraben, aber sie gehört ihm sicher an. 
Die Zahl der im Messager verzeichneten Medaillen beläuft sich 
auf 67. Man findet darunter solche auf die Geburt des Erbprin- 
zen, jetzigen König Wilhelm I., auf Clemens XIV., wegen Un- 
terdrückung der Jesuiten, die Statue des Karl von Lothringen 
zu Brüssel, auf den Teschner Irieden, auf Joseph II. und Leo- 
pold II. u. s. w. 
Berkenboom, Martmus , Zeichner und" Iiupferstecher von Nym- 
wegen, Schüler und Nachfolger des J. Teyler. Er stach in der 
bezeichneten Stadt mehrere Blätter; die er in Farben abdruclate, 
und verfertigte auch Tapeten. Im Jahre 1708 begab er sich nach 
Düsseldorf. Dieser Künstler gab verschiedene Ansichten der Stadt 
und Festung von Nymwegen, und viele Abbildungen anderer Städte 
heraus, alle in Farben abgedruckt. Die meisten sind mit den An- 
fangsbuchstaben seines Namens bezeichnet, andere tragen auch den 
vollständigen Namen des Künstlers.    
' Berkenhoom besass weniger Gewandtheit als sein Meister, und 
geringere Geschicklichkeit 111 der Auslilihrung.  In Arlisteds Be- 
schreibung von Nymwegen sind einige seiner Zeichnungen in Iiup- 
fer gestochen. Das Ülfodesjahr dieses Iiiinstlers ist unbekannt. 
Van Eynden und van der Willigen vaderlaud. Schilder-lt. I. 179. 
Fiissly erwähnt auch eines Matthäus Berhenboom, der wahrschein- 
lich Eine Person mit dem Obigen ist. 
Berkhey, Johannes le Francq van, ein niederländischerDich- 
ter, der auch als Iiünstler eine Stelle behauptet. Er war 1729 zu 
Lcyclen geboren, und lernte schon frühzeitig die Zeichenl-tunst, 
wvurin ihn L. de lVIeni unterrichtete. Das naturhistorische Fach
        

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