Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1712213
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Bergler , 
Joseph" 
 de Sch-ilderyen en teeheningen van dien voortrefflyken meester, zo 
duor hem zelven geest als door anderen is in t' Iioper gebracht. 
Bergler, JUSCPh, Bildhauer und Maler, geb. 1718 auf Bergel- 
iiitehen, einem kleinen Eigenthum inderNiihe der salzburgischen 
nclave in Tyrol, Windischniattrey. 
Die Elemente der Bildhauerei lernte er in früher Jugend bei ei- 
nem unbedeutenden Künstler zu Linz, später aber half der ge- 
schickte J. A. Pfiil'fingei' in Salzburg-das Iiunsttalent des junfren 
Mannes entwickeln, und erzog üIIÄlIXII seinen tiichtigsten Schüler. 
 Bergler vollendete seine Ausbildung an 'der Akademie zu Wien, 
wo er im "Concnrse des Jahres 1750 den ersten Preis, eine goldene 
 Medaille erhielt, lVIit diesem Ehrengesehenla, welches er aus den 
 Iliinden der unsterblichen Theresia selbst zu empfangen das Glück 
hatte, war die Beifugniss, in! allen Erbstaaten der Kaiserin seine 
liunst auszuüben, verbundend Er begab sich hierauf nach Salz- 
: burg, zogsich aber vor der zunftsteifen neiclischen Unfreundlich- 
 lxeit seiner Iinnstcollege-n zurück, und begab sich nach Schellen- 
 herg in Berchtesgaden, wo er bei dem geh'n-steten Abte Beschäfti- 
 "gung fand. Von hier erhielt erl den Hut" an den Passauer Hof, wo 
IÄÄ er_1'Za'88 als Hofstatuar zweier FLuSL-Biscliüfe starb." Seine vorzüg- 
 Ä liebsten hinterbliebenenbekannten Kunstwerke sind folgende: Christus 
Ä I7in1Grabeaufklen1Calvarienberge inSalzburg, wo iiberdiess die mei- 
3 sten Passionsscenen und mehrere Statuen Juhannis von Nepnmuek, 
1 griisstentheils seinexil1iinde_ VVerk waren. Im Dome zu Passau die 
'Montimente des Bischofs Grafeillllabattct und des Fiirstbisehofs und 
Cardinals Grafen. Lelnberg. Beide von Salzbur er-Marn-ior. 
VVien besitzt viele Arbeiten in Stein von Eeräeids Meissel. Meh- 
reres noch die Lustschlösser des Fürsten Esterhazy in Ungarn. Zu 
Strassburg in Niederhiirnthen, der Residenz der Bischöfe von Gurls, 
sind mehrere grössera und kleinere Figuren, auch mehrere Oelge- 
miilde von ihnu,  Hier verfertigte er nebst diesen ein iiusserst ge- 
lungänßS Kunstwerk , das sich nun als ererbtes Eigenthuln im Stamm- 
 hiillSe de!" Grafen von Trucbsess-Zeil im YViirtelnbergischen befindet. 
Der grüssere Theil der Statuen, Basreliefs, Guirlanden und iib- 
rigen Verzierungen am neuer-bauten Vfiirstbischiifhehen Residenz- 
schlosse zu Passau ist von seiner Hand, oder nach seinem D10- 
delle verfertigt. Die colossalen Statuen und Iiindergrulilwen von 
Metall über dem duypelten nnponirenden Portal aus Salzburger- 
Marmor und, die von giganteslten Iiindern getragenen grossen La- 
ternen auf der schönen Ilauptstiege sind ganz sein VVerk. Auch 
besitzen dort mehrere Iiunstfreunde und Kirchen Arbeiten von 
ihm, doch meistens nur kleinere Stücke aus Elfenbein und Metall, 
und viele Modelle, zum Thcil unvollendet. In Pra sind zwei 
vortrefdiche Gruppen aus Tyrgler-Alabaster anderthalb {Schuh huch: 
 Abrahams Opfer, ,und Hagar mit dem Sohne Ismael In der_Wuste 
schmachtend, mit ydem ihr. erscheinenden Engel. Daselbst 1st auch 
ein sehrschönes Oelgemälde, die büssende Magdalena 111 Lebens- 
grösse. "Dieses Gemälde und die beyden Gruppen laesass sein vor- 
 trefflicher Sohn;   
Bergler, JOSGPlI, berühmter Historiienmaler, geb. zu Salzburg 
1755 gest. zu Prarr 1329. Er erhielt vonj seinem kunstwrerstiinchgen 
Vater den ersten YJnten-icht im Zeichnen und Malen und machte 
sich bald durch lobenswerthe Gemiiltle, des Iiünstlernamens würdig. 
 Unter seine ersten Arbeiten, die er v0nl'177'1  75 lieferte, ßehü- 
ren: der gehreuzigte Heiland, in der St. Salvatorsbirche in der 
Ilzstadt; drei Bilder in der Iiapixzinerliirche: das Pfiugstlest, und 
zwei Vorstellungen des heil. Franzlscus; die Heimsuchung der Eh-
        

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