Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1712075
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Benvenuti, 
Pieujo. 
ßenz. 
Ausdrucke viele andere übertrifft. Auch eine rosse Anzahl Por- 
traite malte er, denen er 'das Gßpriijäe der Aehngchheit nnd Wahr- 
heit autiudriickcn versteht, nur ge iel er sich oft zu sehr in der 
Idealisirung. 
_Benvenuti hat sich indessen in Italien nicht nur durch seine 
VVerke in Oel Ruf erworben, sondern auch in der Frescomalerei, 
die er jedoch erst im tiinihigsten Jahre ergriff. Orloff l. c. S. A150 
sagt, dass der Künstler dennoch vollkommene Meisterschaft über 
die lYIittel und Schwierigkeiten der Darstellung gewonnen habe, 
und dass seine Frcscen den Oelbildern nicht weichen, wenn sie 
letztere nicht gar übertreffen, und daher gehören sie zu des Iiiinst- 
lers besten Werken. Nach dem Urtheile der italienischen Kunst- 
kenner sind sie in der Composition vollendet, doch tragen sie we- 
niger das Gepräge grosser genialer Kraft. Indessen bilden sie ein 
schönes Ganze, und verdienen selbst im Relief alles Lob. Eben 
diese Iiunstrichter erklären, (lass Benvenuti jedem lebenden italie- 
nischen Frescomaler an der Seite stehe, und dass er selbst dem 
APPiani nicht Weiche, der im Iresco so berühmt geworden ist. 
Dieses Lob mag der Künstler wohl im technischen Verfahren ver- 
dienen, aus seinen Kompositionen aber athmet derselbe Geist, wie 
in den Oelbildern; sie haben, wie diese, grosse Schönheiten, aber 
noch grössere Fehler. 
Unter Benvenutrs Frescen sind besonders die 'l'haten_ des Herku- 
les in einem Saale des Pallastes Pitti zu erwähnen, in dein ge- 
wöhnlichen Style des hleisters", mit nicht viel grüssercr Miissi ung 
äemalt. Es sind im Ganzen mit dem Deckengemälde fiinf Bilder: 
er Kampf mit der Schlange, Herltules am Scheidewege. die Zu- 
tiickfiihrtmg der Alceste zu Admet, der Kampf mit den Centauren 
und die Vermählung des Heros mit der Hebe. Alle diese Bilder sind 
nach Art der Tapeten aus ebreitet. In neuester Zeit malte Benve- 
nuti an den riesenhaften Iärescen der herzoglichen Grabkapelle in 
S. Lorenzo. 
Schliisslicli miissen wir noch bemerken, dass die Gemälde dieses 
Künstlers keine grosse Haltbarkeit der Farbe haben,  denn viele 
seiner Oelbilder fanven schon an, die Farbe zu verlieren, und der 
Glanz der Tinten stihwindet.   
Das Portrait BenvenutVs ist in des k. sächsischen Hofxnalers C. 
Vogel Sammlung von Bildnissen, im Jahre 1315 van Vogel selbst 
gezeichnet. v   
Bßnvßnlltl; (TIÜV- Batt-y genannt 1' Ortolano, weil er der Sohn 
eines Gärtners war, arbeitete 1525 zu Ferrara. Er lieferte sehr ge- 
achtete Werke, und wird von einigen für Garofalds Schüler ge- 
halten, auch mit Tisio verwechselt, so dass sogar sein Bilclniss 
fiir das des Tisio in der Bologner Ausgabe des Vasari aufgenom- 
men wurde. L'Ortolano bildete sich nach RafaePs Werken, deren 
er jedoch nur wenige sah, und nach denen des Bagnacavallo, des- 
sen Styl er nachher in etlichen Gemälden nachahmte. Er war ein 
äeschmaekvoller Zeichner, guter Colorist und geschickt in Fernen. 
Janzi III. 20g H. Sein Ruf verbreitete sich in ganz Italien, be- 
sonders in Ferrara, und auch nach Rom kamen einige seiner Ge- 
mälde als Sachen von grösstem Werthe. 
Benvenuti (Benvcnuto), Gtrolamß, Maler zu Siena. In der 
Akademie dieser Stadt befindet sich eine Kreuzigung Christi von 
der Hand dieses Künstlers, mit der Jahreszahl 1502-4 
Benz, Landschaftsmaler von Basel, ein Iiiinstler unserer Zeit, der 
sich besonders durch schöne Aquarellen hervorgethan hat. Er 
blühte um 1819-  
        

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