Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1711984
Benedetti, hlattia und Ludovico. 
Bene detti , 
411 
Benedetti, Mattia und Ludovieo," Reggianer, blühten um 1720 
als Maler. Der erstere wurde von Talami in der Perspektive un- 
terrichtet, und behauptet mit seinem Bruder einen ehrenvollen 
Platz. Er malte auch gute Bildnisse und Prospekte, und arbeitete 
mit andern an den Malereien der Kuppel von St. Antonio in Bres- 
cia. Lanzi II. 28? d. Ausg. u. a. 
Benedettl, Thomas, Iiupferstecher, geb. zu Rom 1797, kam schon 
im z-artesten Alter nach Wien, wo ihn ein glücklicher Zufall zu 
dem bsihmten Arzte Dr. Barth führte. Bartlfs un emeine Liebe 
zur bildenden Iiunst und seine schöne Sammlung, die des Herrli- 
ehen so vieles hatte, darunter den berühmten Torso des Illioneus 
in der k. Glyptothek zu München, den S. M. der Iiönig Ludwig I. 
an sich brachte, ging auf den jungen Benedetti über. Barth vier- 
wendete den Jüngling vorzugsweise für diese Sammlung, die 
er als Kenner catalogisirt undin Iiupferstichen herauszugeben den 
Vorsatz hatte. Es waren bereits mehrere Platten fertig; da aber 
nach Earth's Tod zu solch einer kostspieligen Herausgabe keine 
Hoffnung mehr war, wurden sie zertrümmert und nur eine ist noch 
iibri , ein Juuokopf von innigstem und zugleich edelstem Aus- 
drucüae. 
Da Benedetti von Kindheit an so vorzugsweise für das klassische 
Alterthum ausgebildet werden war, musste es für ihn ein Glück 
seyn, den Direktor Steinbüchel auf einer Reise nach lloxn und 
durch ganz Italien, bis in Sizilien begleiten zu können.  Fxr 
widmete sich nun mit besonderer Vorliebe dem Grabstichel, worin 
er auch bereits Ausgezeichnetes geliefert. Wir nennen aus die- 
sen Blättern:  
I Die Grablegung, nach Tizian, ein meisterhaftes Blatt. 
Eine Gruppe aus Leonardo da Vinci's Abendmahl. 
Das Bildniss des Doctors Barth. 
Abbö Dobrmvsky, nach Tkadlik. 
Die Portraite des Freiherrn von Hormayr, des lBritten Sinclair, 
des Priilaten von St. Florian und des Orientalisten Hammer. 
Ein Engel in einer Landsehaiit, der auf der Flöte zu dem Ge- 
sange der Vögel spielt, nach Fendi. 
Dieses Blatt ist den Mitgliedern des Vereins zur Beförderung 
der bildenden Künste in Wien gewidmet. (Zweite Verloosung 1855). 
Oval gr. (In. Fol. Preis 5 Thlr. 
F ranciseus I. Imperator Austriae etc. im Lehnstuhle sitzend, nach 
Amelrlllilngk berühmtem Bilde, 1854, gr. Fol.; vor der Schrift 
10 r.  
Le duc de Reichstadt, nach Daffinger; Halbfig. Fol. 2 Thlr. 
Barbara Zellin, im Alter von 101 Jahr; Fol. 
BBIIOÖBCU, ein Iiupferstecher, der sich ebenfalls in späterer Zeit zu 
Wien aufhielt. Er war BartolozzPs Schüler und noch 1811 als Künst- 
ler thätig. Von diesem Jahre kennt man von ihm das Portrait Ga- 
nova's, nach Lampi, im grossen Formate. Ferner: 
Diacmetrius Poliorcetes und die Flötenspielerin Lamia, nach 
aucig. 
Phoeiods Gemahlin und die Jonierin.  
. gle näheren Verhältnisse dieses Künstlers können wirnicht an- 
ge en. 
Benedett1_!_ M') ein italienischer Maler, der sich um 1765 zu  
don ärlfhlelt und Portraite malte. 1785 stach Bartolozzi nach sei- 
nem Gemäldeßas Bildnis: der Kaiserin Catharina II. von Russland.
        

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