Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1711941
BCIlCiiOPll (Bcnkert), Joh. Peter.  Bendemann, Eduard. 407 
Colonnade von Marmor, welche in der Mitte der gossen Allee 
1751  62 gebaut und 1797 in den neuen Garten am armorhause 
versetzt wurde. Die Verzierungen, Blumen, Festons, Thiere, Grup- 
yen, deren drei von ihiu sind, in Blei und vergoldet, sind von 
schöner Zeichnung und vieler Richtigkeit und Geschmack. 
Vor dem neuen Schlosse sind von seiner Hand die zwei steiner- 
neu und vergoldeten Statuen des Bacchus und Vertumnus. Ben- 
kerts Arbeit 1st auch die schöne Grotte mit dem 10 Fuss hohen 
Neptun in carrarischein Marmor, dem ersten Bassin und der Haupte 
allee gegenüber. Krüger hat sie in Kupfer gestochen. Zwei schöne 
Copien des Flötenspielers und der Caprotta in Blei befanden sich 
noch 1775 bei Benkerts Erben. Jäcks Pantheon (v. Beider). Daselbst 
sind noch nähere Angaben und die Quellen verzeichnet. 
Bencovich, Friedrich, ein Dalmatier, genannt il Federighettu 
di D almazia, einer der besten Nachahmer des C. Cignani. Er 
nahm von letzterem nicht sowohl das Angenehme, als das Gedie- 
gene an, war in der Zeichnung richtig, im Vortrag kräftig, in 
Iiunstansichten sehr verstiindig. Einige Bilder von ihm sind in 
Mailand, Bologna und Venedig, seine Nieisterarbeiten aber in 
Sammlungen, auch in Deutschland, namentlich in Wien, wo er 
einige Jahre lebte. Seine Manier ist etwas mit Schatten überladen; 
doch nicht zu verachten, wie Zanetti gegen Quarienti S. 450 ur- 
theilte. Lanzi III. 172. d. Ausg. Er hat auch einiges nach eige- 
ner Erlindung geätzt:   
Das Bildniss des sel. Peter Gainbaeorti. 
St. Peter von Pisa, nach einem Altargemälde in der Iiirche St. 
Sebastiano zu Venedig.  
M. Pitteri, A. und J. Schmntzer, und A. Zucchi haben nach ihm 
gestochen. Diese Blätter verzeichnet l-leinecke. Bencovich blühte 
um 1705, und lebte noch 1740. 
Bündel, Bernhard; ein geschickter Bildhauer in Holz, Elfenbein, 
Stein und Metall. Er war aus Pfarrlsirchen in Bayern gebürtig, 
lernte bei seinem Vater und hielt sich einige Zeit zu Rom und Pa- 
ris auf. Endlich liess er sich 1687 zu Augsburg nieder und starb 
daselbst nach Statten 1756 im 68. Jahre, doch wahrscheinlich III 
höherem Alter.  '  
Er verfertigte in der ehemaligen Jcsuitenkirche zu Augsburg dle 
schöne Iianzel mit Figuren in Lebensgrüsse, die von jedermann 
bewundert wurden. Änch das Grnciiix aus Elfenbein in der Me- 
tropolitankirche zu München, ein vorzügliches Kunstwerk, ist von 
seiner Hand. In der Iiirche der aufgehobenen Abtei Diessen sind 
mehrere seiner plastischen Arbeiten. Bendel wird dem berühmten 
Georg Petel gleichgeaclftet. Lipowsky u. v. Stetten. 
Bendemann, Eduard, ein vorzüglicher Ilistorienmaler, der, ob- 
wohl erst 1810 zu Berlin geboren, bereits die Weihe im Tempel 
der liunst empfangen hat. Er ist der Sohn des Banquier Bende- 
xnann, und im Schosse des Glückes erzogen, empfand er schon .111 
zarter Jugend jenen Han zur Kunst, den die Natur unmittelbar 
erzeugt, und dem Individuum als Zeichen ihres Rufes einpfläßlßll- 
Die Fortschritte, welche er auf der Aliüdßllliß seiner Vaterstadt un- 
ter treltlichen Lehrern machte, waren daher bedeutend und gaben 
d"? Humlullg, dass der Iiunstjüngcr in Bälde Treffliches leisten 
Wenle- Nllll- zog es ihn in seinem 18 Jahre nach Diiäßßldvff 111 
Schadovfs blühende Schule und hier studirte er mit Sßlßhenl Ef- 
folge, dass er schon nach zwei Jahren anfing seinen Namen be- 
rühmt zu machrn. Im Jahre 1850 brachte er seine B088 und {Will
        

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