Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1708148
Ageladas. 
Aglalolahun. 
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liles zu Aegiuin und zu Delphi Bosse und gefangene Frauen der 
lYIesapier, ein Weihgesclienk der Argiver. 
Nach Wlinckelinanrfs Meinung ist von diesem Künstler die colos- 
 61119 NIUSC, einst iiii Barberinischen Pallaste, jetzt in der prachtvol- 
len Glyptothek des niedicijisehen Iiönig Ludwigs von Bayern. Sie 
bezeichnet den Gipfel der Iiunst in den Zeiten vor Phidias. Jetzt 
ist Sie als Apollo restaurirt. Abgebildet bei Bracci 1. Aggr. 25, 
p. 259. 
Bei der chronologischen Anordnung der Nachrichten über den 
Agelzidas stellen sich Hindernisse entgegen. Plinius setzt ihn an die 
Spitze einer durcheiiianilergeworfenen Reihe von Künstlernamen, 
die er unter Ol. 8? znsanxnienhringt; Pausanias lässt ihn den Zeus 
vierlcrtigen, welchen die iVIessenier auf Ithome hatten, als sie Nau- 
pelitus besessen. Dieses füllt in die 81. Ol., und erst nach dieser 
Zeit, mehr als 62 Jahre nach dem Siege des lileosthenes, kann 
jener Zeus entstanden seyii. Indem es unmöglich scheint, dass 
Agelatlas noch so spiit tliiitig gewesen, so hat man dadurch die 
Schwierigkeiten beseitiget, dass man einen Sykonier Ageladas an- 
nahin und ihn von dein berühmten argivisehen Meister dieses Na- 
mens trennte. 
Die "fhätigkeit dieses jiingcrn Agcladas lällt demnach in die 81 
bis (K8. Ol., in welcher Zeit der Zeus auf Ithome und der Herakles 
Alexilankos in lVlelita zur Zeit der grossen Pest, Ol. 87, 5., 
aufgestellt wurde. Gegen die (höchst wahrscheinliche) Trennung 
 des Ageladas in einen älteren und jüngeren Iiiinstler desselben Na- 
mens, hat sich Sillig, cat. artificuin S. 15, und H. O. Müller de 
Phidiae vita 16. erklärt. S. Thiersch iiher die Epochen der hil- 
denden liunst unter den Griechen. Zweite Auflage. München 182g. 
Hier sind S. 15g ff. die Gründe entwickelt, warum der gelehrte 
Yerlnsser zur Annahme eines doppelten Ageladas gekommen, und. 
die Einwendungen der bezeichneten Archäologen angegeben. 
FASQIIO: JOSÜI-Th, Maler von Sorento um 1620, malte Figuren und 
Perspektive, erhob sich aber nicht viel über das Mitteliniissige. Vil- 
laineua stach nach ihin einen lil. Borroinäus, ein hübsches Blatt. 
Agßsander, berühmter Bildhauer aus Rhoclus in der 88 Ol., verfer- 
tigte niit Polydorus und Athenodorus, welche för seine Söhne ge- 
halten werden, die berühmte Gruppe des Laokoon, die auf _Bel'ehl 
Napoleons nach Paris gebracht wurde, aber 1815 wieder die alte 
Stelle iin Belvedere zu lioin erhielt. Nach einer alten, noch ]czt 
geltenden Sage, wurde der Laokoon in den Thermeir des Titus 
gefunden (1500), naiinlich in den Geniiichern des Esquilin, welche 
dafür gelten, und man zeigt sogar das Gemach und die Nische,_in 
welcher die Gruppe soll gestanden haben. Ueber die wahrschein- 
liche Unrichtigkeit dieser Angabe S. Thiersch Epochen der bild. 
Iiunst unter den Griechen S. 322 A. neue Ausgabe in 8. 
Aggas, Ralph, Baumeister, Fornisehneider und Iiupferstecher, geb. 
inn 1526, lebte noch in England 1589. Man kennt von ihin die 
N Plane der Städte Oxford und Cambridge (15T8), eine ChaPl-e YQn 
Dunwieh (1539), den Plan und die Ansieht der Stadt London, in 
Holz geschnitten, die (hernach G. Vertue in liupter stach. RostIX. 52. 
AglHOPhOH, ein alter griechischer Maler, von Plutarch wiederholt 
Aristophmi genannt, war der jüngere Bruder des Polygnot undlfjlß 
diesßlä der Schüler seines Vaters Aglaophon von Thasos. Der jen- 
gare Aglaophon malte den Alcibiades als Sieger zwischen Olympia! 
u. Pytheas gekrönt stehend n. denselben als Sieger im Schoossc (lCr
        

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