Bellehaux ,
Jacques.
Belli ,
Valerio.
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fmd malt Historien und Purtruite. Man kennt neben andern von
1l1111 klfßl liiuwheixgexuälde, St. Ludwig, St. Franz Regie und St.
1111111. Xaver.
Belleballx, JÜCCIUCS; Porzellanmaler zu Paris, geb. 1.11 Asti in Pie-
mont 1303, Schüler von Watclet. Die Werke dieses Künstlers be-
stehen in Landschaften, WOlClIB sich im Handel befinden, und ge-
schützt werden.
Bauers, Vvlllflelm, ein englischer Landschaftsnmler um 1763. Ei-
nige seiner Aussichten sind von Chatelain, liavenet, Canot, lYliil-
1er u. a. radirt. Heiuecke verzeichnet mehrere derselben.
BEllOVOlS, Mariiicmaler zu Hamburg, wo er 1634 Stßrb- Dieser
Künstler, dessen Lebensverhältnisseunbekannt sind, ist allgemein
geschützt, besonders in seix1en__Aussichten aui die ruhige See; we-
niger glücklich ist er in Scesturnien. iYIxan findet in seinen Wer-
lien richtige Zeichnung, aber weniger hlegfinz, als in denen des
iiingcrn Van der Vclcle und Baclihiiyseu. Er ist geschieht in der
Perspektive und besitzt ein durclisclieinendes Culorit; die YVulken
sind hell und mit Beurtheilung angebracht; den Figuren hingegen
mangelt es an Ausdruck.
Belli, Jakob. s. Belly.
Belli, Valerio, gemsiniglich Valerin Vicentino genannt, einer
der grössten Stein- und lirystallschneider, welcher am 1479 zu V1-
ccnza oder in Pesaro geboren wurde, und nach Yassarl lältQ gü-
storbcn ist, und zwar mit den Rufe eiiics ausgezeichneten Iuinst-
lers seines Faches, dessen dWerke denen des Pyrgoteles und Dios-
coricies gleichgeachtet wur' en.
Z Belli's vorzü lichstcn Werken "ehort eine larystallene Cassetta,
in iielche er da? Leiden Christi üiit aiisserordentlichein Fleisse
schnitt. Dieses Gcfiiss inaclitc Cleinens VYIL, Franz I. von Frank-
reich zum Geschenke, der es unter die hostliarlieiten seines Scha-
tzes stellte. Für diesen Palast fertigte er auch sehr schone Ifacen
und ein Kreuz van lirystall, welches Vasari uiia croce divina
nennt. Er schnitt auch mehrere Stempel zu Medaillen _mit aussor-
ordentlicher Kunst nach antiken Vorbildern. Die meisten seiner
Arbeiten fertirrte er für dem Pabst Clemens, der selbe verschiedenen
Fürsten zum äeschenke machte, seine eigene Familie und die Iurche
S. Lorcnzo zu Florenz damit beehrte.
Auch für Pabst Paul III. führte er mehrere Werke aus 61761150 für
den Cardinal Bembo, der in einem Briefe an den Cardinal S. Ma-
ria in Portico den Künstler einen Pesareser nennt, der älCh 1550
in Vicenza niedergelassen habe.
lNIan glaubt nach Walpoltäs Behauptung, dass Valerio auch in
En land gewesen sei, allein Vasari meldet nichts von dieser Reise,
und Walpole hat für sich keine anderen BevveiSe, 315 ßjlllgß äChüll-e
Caineen und Onyche, die wahrscheinlich von Irgend einem andern
berühmten Steinschneider, an welchen das 16 Jahrhundert S0 reißh
war, herrühren. Die wichtigsten Arbeiten, die dem Valerio zuge-
Sßlwißben werden, sind: ein Iiopf der Königin Elisabeth in einem
OÜYX, in der Sammlung des Lord Charleinoiit, der Kopf desLOKP
sehatzmeisters Burleiqh, auf der Rückseite eines alten Intaghos mit
dem Bildnisse des Cdracalla, vor Zeiten in Vtfalpolifs Cabinei, lmfd
verschiedene Juwelen, welche den Herzog von Devonshire, die
Herzogin von Lencls und andere vornehme Yersonen besassen. Fro-
rillo V, 25T. verinuthet, dass dieses Arbeiten eines Kunitlers, lNa-