Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1708133
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Agasias. 
 Ageladzas. 
15535733: Sohn des Dositheus, Bildhauer aus Ephesus, aus dessen 
Meisterhänden der berühmte borghesische Fechter hervorgegangen. 
Man ist mit der Benennung dieser Statue nicht einig. Gibelin 
glaubte, es sei ein Ballspieler, eine Meinung, der auch Hirt bei- 
trat. Mongez (memoires de Pinst. lit. et heaux arts. II. 425) Such: 
zu beweisen, dass der Künstler hier einen Athleten vorgestellt habe, 
der sich gymnastisch übt; Lessing glaubte in dieser Statue den 
Chabrias zu erkennen, und Fea einen Panhratiasten. Visconti (Villa 
Pinciana II. 591 sagt, es sei ein Heros zu Fuss, der gegen einen 
höher stehenden Feind anlaiimpft, und Böttieher (arehiiolog. Vorle- 
sungen) glaubt, (lass jene berühmte Statue ein 'I'heil eines Amazo- 
nenhamples sei und den Theseus vorstelle im lianlpfe mit einer 
Amazone zu Pferde. Nach Thiersch (Epochen der bild. Iiunst un- 
ter den Griechen S2 152, neuer Ausg.) ist die Bildsiiule wahrschein- 
lich Achilles im Iiainple gegen die Pentisilea, und von einer Grumie 
des an Amazonenbildern reichen Dianentempels zu Ephesus übrig 
geblieben.  
AgElSSC, berühmter Pferdemaler aus Genf, bildete sich in der Zeichen- 
schule seiner Vaterstadt und später zu Paris zum Künstler seines 
Faches. lin Jahre 13-01) befand er sich in der Schweiz und erwarb 
. sich an einem reichen Engländer, dessen Lieblingshuntl er gemalt 
hatte, einen Gönner, der ihn mit sich nach London nahm. Dort 
stellte er neben andern mit Turner die Rüstung zu einem Pferde- 
rennen und den Fortgang desselben zur allgemeinen Zufriedenheit 
in nmhreren Blättern dar. Nach ihm soll le Vaeher ein lllatt: 
die VVeide, in gr. l'ol., gesehabt und N. Schenker sechs Landschaf- 
ten, qu. l'ol., schön gestochen haben. Er starb in England in dem 
ersten Zehcnd unsers Jahrhunderts. 
Ägatllarclllls; ein vortrcllliclxer Thicrmaler zu Samos, Zeitgenosse 
des Zeuxis, _in der 35. O]. Gleichen Namen führte auch ein Per- 
spelstiv-llrlaler zu Athen, der auf Veranlassung des Aeschylus zuerst 
die Regeln der Perspektive auf der Schaubühne anwenclete. 
ÄgüthüngßltlS, angeblich ein Edelsteinschneider des Alterthums, der 
den Iiupf des Pompejus geschnitten. R. Roehette in seinem Lettre ä 
M. Scham, Paris 1352, hält den Stein nicht fur antik, sondern 
von neuer Hand eingegraben, wie schon Lessing gezeigt hat. 
AgüZßi, Miniaturmaler zu Itiailand, der noch 1850 arbeitete. 
Agbßrnß, ein exzglischer Iiupferstecher, arbeitete 1802 an der schö- 
nen Suite von Shakespeares sieben Menschenalteril, nach Sinirlie. 
AgClÜdÜS; Bildhauer aus Arges, ragte durch seine VVcrke als einer 
der vorziiglichstexi Iiiinstler hervor, ist aber noch mehr dadurch 
berühmt, dass aus seiner YVerhstätte die drei grössten Meister der 
zur Vollendung eilenden Iiunst, Myron, aus Eleutherac, Phiclias, 
aus Athen und Polykletus, aus Argus hervurgegangexl sind. 
Die Werke des Ageladas beginnen mit Ol. 06, wo Iileosthenes 
aus Epidanmuus zu Olympia mit dem Viergespann siegte, der erste, 
welcher daselbst den Siegeswagen und seine Bildsäule aus Erz als 
VVeihgcIsChenk aufstellte. Ageladas goss sie sanunt der des Wa- 
gcnlenlners in Erz, und dazu den Siegeswagenz mit vier Russen. 
Zu Olympia standen von ihm auch die ßildsäulen des 'l'iu1asitheus 
aus Delphi und des Anachus aus Tarent, wie Pausanias versichert. 
Ihm gehören auch noch Zeus als Knabe und ein unbärtiger Hera-
        

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