Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1711505
Beßchey, 
William. 
J 0h. 
Beecq , 
van- 
363 
sagt: „es ist der Graf.". Sein Portrait des Königs, von Meadovu 
gestochen, soll unter allen das ähnlichste seyn- Ferner gehört hie- 
lier eine Psyche und eine Miss Windham (1804) als Göttin der 
Hvflnung, die durch die fein hingehauchte ätherische Grazie, die 
ihr der Maler zu gehen wusste, bei der Ausstellung alle Augen 
auf sich zog. Sein Portrait der Mistress Scottowe erregte bei Män- 
nern die grösste Bewunderung und beiiWeihern bittern Neid. 
Eben so schön hat er den bekannten Sir W. Hzunilton und den 
Lord St. Vincent in Lehensgrösse gemalt. Ein anderes Bild des- 
selben Lords hängt im Gildenhause der Fischhändler. Dieses erhält 
durch die Allegorie im Hintergrunde, Herllules, d'er die Hydra he- 
ltämpft, einen noch grössern Werth. Da ihm Lord Nelson im 
Jahre 1805 selber sass, so ist sein Portrait das ähnlichste. Man 
hat einen Mezzotinto und einen Abdruck in Farben davon, von 
Say verfertiget. Um diese Zeit malte er auch die Portraite des 
Lord Cornwallis und des lYIinisters Addington und später noch 
andere treffliche Werke, worunter das Portrait Iiembles in der k. 
Akademie zu nennen ist. Ausgezeichnete Leistungen der neuesten 
Zeit sind: das Portrait des Herzogs von Iient 1321, und das der 
Herzogin mit ihrem Iiinde von 1822.  
_Iln Jahre 1851 kamen die Portraite des Königs und der Iiölli- 
grnl zur Ausstellung, zwei Bilder, die den Ruhm des Iiiinstlers be- 
 WG lrell. 
Bßeßlly, GBOTgB, Sohn des obigen, malt im Geiste seines Vaters 
und ist ebenfalls in Portraite ausgezeichnet. Besonders ist seine 
Carnation zu bewundern, seine Hintergründe aber sind oft zu 
einfiirmig.  
Beecq, Joh. Carl van, ein holländischer Maler, Setzte sich zu 
Paris, wo er in die Akademie aufgenommen wurde, und den Titel 
eines Malers des Iiönigs erhielt. HGlDBCliC verzeichnet verschiedene 
nach ihm gestochene Seestiickc. 
Beelt , David, genannt in der Schilderhent "Dexgulden Scepter", 
geh. zu Delft 1621, gest. im Haag 1656. Er gehört zu den besten 
Schiilern Van Dyclfs und erwarb "sich wegen seiner Geschicklich- 
keit im Bildnisslnalen die Achtung Iiarl I. und des ganzen Hofes. 
. Er hatte sogar die Ehre den Prinzen von Wales, die Herzoge von 
York und Glocester und den Prinzen Robert in der Zeichenlmnst 
Zu unterrichten. 
Beelt hesass eine ganz unglaubliche technische-Fertigkeit und 
 einen blitzschnellen Pinsel, woraus nlan die zahllose Menge seiner 
Arbeiten erklären kann. Man findet sie in England, in Frankreich 
und andern Theilen Europas. Er besuchte auch Dänemark und 
Schweden, wo ihn die Königin Christina mit Ehrenbezeugungen 
empfing und ihn zu ihrem Iiammerherrn machte. In dieser Eigen- 
schaft unternahm er auf ihren Befehl eine grosse Reise an die 
ersten lrlöfe Europas, um die Könige, Prinzen und andere berühmte 
Männer zu malen, denen er ein Bildniss der Königin Christina 
zum Gegengeschellli machte. Diese Reise vermehrte seinen Ruf 
und erwarb ihm Pleichtlliilner, indem er unter andern von verschie- 
denen Monarchen neun goldene Ketten nlit Medaillen zum G9- 
schenlt erhielt. Die Ursache, warum. Beek nach einiger Zeit dfß 
 DWUSFE der Königin zu verlassen wiinschtc, ist unbehannt- Sie 
Vvrwßlgßrtß ihm den Abschied; da er aber auf einige Wochen "Ur- 
laub erhellen hatte, kehrte er nie mehr ilach Schweden zurück- 
 Er eilte nach dem Haag, ohne auf die Briefe der Königin m15 Paris 
'zu achten, und starb daselhst nach einigen an den Folgen einer
        

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