Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1711473
UHU 
JJCUACL". 
  Seidlitz zum Edelsteinschneider bildete. Er verfertigte sehr viele 
Pettschafte, die er mit erstaunlichem Fleiss in Edelsteine grub. 
Auch schnitt er Stempel zu einigen Schaumiinzen. 
  Becker arbeitete in Diensten Kaiser Joseph I. und Iiarl VI., wel- 
cher ihn in den Adelstand erhob. Mit Erlaubniss des Kaisers Ju- 
seph ging er auch nach Russland, um dort das kaiserliche Siegel 
zu schneiden und die Miinzgepriige zu verbessern. Peter der 
Grosse würdigte desswcgen den Künstler einer bcsundcrn Ehre. 
Er starb 1742 zu VVien in einem Alter von 68 Jahren. 
36615613 ein unbekannter Künstler. der aber in seinen Werken ein 
ehrenvolles Andenken hinterlassen hat. iVIan kennt von ihm schöne 
 Landschaften in van Huysum's Geschmack.  
Becker,  G , Medailleur und lYliinzmeister zu Braunschweig um 
 1675. Er soll seine VVerke mit den Initialen I, G, ß, bemfchnet 
 haben, und auch mit B. allein. Dieser Buchstabe kann indessen 
auch dem Tvletlaillcur Brcuer, Brever oder Brewcr und dem P. Bal- 
denbach bedeuten, der zu Wien 1802 im 40. Jahre starb. 
Bßßlißl", Pillllpl] JaliOb, badischer lIofmalci' und Gallerietlirektor 
in Carlsruhe, geb. zu Pforzheim 1'563. gest. im Erlenbad (3 Sinn. 
 den von Bailcii) 1829. Er kam schon im siebenzehntcn Jahre nach 
Rom, wo er sechs Jahre blieb und sich zuerst unter IWengs dann 
 unter Maron zum geschickten akademischen Zeichner bildete. Im 
Jahre 1785 kehrte er nach Carlsruhe zurück, und wurde Hutmaler 
und Gallerie-Direktor.  
Becker hatte sich in Italien jenen scharfen Blick, jenes sichere 
Urtheil in allen technischen Thc-ilen der Iiunst erworben, die 
 manche verleiten konnten, ihn selbst auch für einen ausgezeichne- 
ten Künstler zu halten; allein ihm fehlte das poetische Vermögen, 
die Erfindungsgabe, und die Oelmalerei überhaupt schien ihm nicht 
znzusagen. Dagegen war er ein korrekter Zeichner und verstand 
es sehr gut streng bestimmte, scharf ausgeprägte Iudividualitiiten 
 in der Natur lebendig aufzufassen und mit grosser WValirheit nach- 
zubilden. Seine Gemälde sind nicht zahlreich, in grösserer Anzahl 
aber sind seine Handzeichnungen in Kreide und Sepia vorhanden, 
zum Theil- Copien, aber viele darunter von schöner Ausführung 
und geschmackvoll behandelt. Fruher hat er fünf bis zehn Blätter 
radirt, mit einer etwas raulien aber malerischen Nadel und nicht 
 ohne Geist. Man hat von ihm auch etliche Q0 lithographirte Blät- 
ter, die wenigstens den geübten akademischen Zeichner verratlicn. 
Einige Landschaften in Aquatinta sind ihm misslungen. Der lIof- 
maler Feodor, Prof. Schaiiroth in Baden und Prof. Frommel in 
 Karlsruhe waren seine Schüler. 
Becker, Hofrath in Offenbach, ein berühmter Stempelschneider, ver- 
fertigte eine Suite von lYIünzen_ nach Art alter Gepräge, ohngeliihr 
300 Stücke, die dermassen das Zeitalter nachahmen, dass selbst 
ein kunstgeiibtes Auge solche für Ueberbleibsel des _Alterthun1s hal- 
ten müsste, und die den Zweck liabenv die Geschichte der Kunst 
in ihrem Entstehen, ihrem Fortschreiten bis zur höchsten Vollkom- 
vmenheit, ihrem allmiihligen Verfall bis in das nahe Mittelalter und 
das Wiedererheben derselben zu dein Geschrnacke der neuesten 
Zeit anschaulich zu machen. Die Sammlung besteht aus 100 Stü- 
cken griechischen, aus 125 Stücken "römischen und z]; Stücken-der 
gothischen Könige in Spanien. Au diese reiht sich eine Folge 
 von 24 Stücken von Solidis des lNIittelalters und ohugefährß Stücke 
höchst seltener 'I'lialer; sie schliesst mit einem Anhango von 10 Stif-
        

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