Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1710693
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Barone , 
Joseph- 
Baroni, 
Anton 
Cnspar 
VOII. 
5 von ihm selbst gestochene Prospekte dieser Stadt, und verschie- 
dene gemalte Ansichten. 
BHTOIIB, JOSCPh, auch Baronius genannt, Iiupferstecher, der zu 
Rom und Venedig arbeitete. Man muss seine, meist historischen 
Blätter, Wohl von denen des _J0hann Baron unterscheiden, der sich 
ebenfalls Baronius nannte; noch sorgfältiger aber von denArbeiten 
des folgenden Künstlers.  
Bann": JÜSCPhJ Iiupferstecher von San-Giuliano, gest. zu Vene- 
nedig 1730. Er stach nach Luc. Carlevari, P. Liveri, B. Litterini- 
F. lYIalTei, S. Menaigo, Piazetta, A. Trevisani etc., und bczeigh- 
nete seine Blätter mit G. B. S., welches Giuseppe Baroni Sangiu, 
lani bedeutet. Blätter von ihm sind im Gran theatro delle pitlture 
e prospettive di Veuezia 17:20.  
BaPÜUly Gar], Iiupferstecher zu Rom, von dem man nur wenige 
Blätter kennt, darunter: Saul zum Könige gesalbt, nach Rubens. 
Baroni, Caspar Anton von, genannt Cavalcabo, Maler, 
geb. zu Saoco 1682, gcst. 1759. Er verrieth schon in seiner frühe- 
sten Jngend seine Liebe zur Malerei, worin "er, ohne alle Anlei- 
tung, verschiedene Versuche, selbst in Fresco, machte. Ein naher 
Anverwandter Jos. von Baroni, welcher aus der Schule der be- 
rühmten Veroneser Künstler Alexander Marchesini und Anton Calza 
nach Sacco zurückgekehrt war, bemerkte seine vortrcllliche Anlage 
zur Nlalerei, und gab ihm den ersten Unterricht. Er kann hierauf 
in die Schule des Ballestra zu Verona, wo er Iliesenschritte in der 
Malerei machte, und begab sich 170? mit seinem Meister nach 
Rom, wo er noch zwei Jahre die Anweisung des Iiarl Maratti ge- 
noss. Baroni zählte damals 26 Jahre, und musste als der älteste 
Sohn längere Zeit die Oekoilomic-Geschälte des väterlichen Hauses 
besorgen, bis er dieselben dem herangewachsenen Bruder Quintilius 
überlassen, und sich ganz der Kunst weihen konnte. Er blieb un- 
verehelicht, und erreichte in hewunderungswiirdiger liunstthätig- 
kcit ein hohes Alter, woraus sich die grosse Anzahl seiner hinter- 
lassenen Kunstwerke erklärt, welche noch jetzt die Zierde so vie- 
1er Kirchen des südlichen Üljyrols, und _in verschiedenen Privatsamm- 
lungen auf estellt sind. _D1e Frauenlurche del Carmine zu liove- 
redo hat allein zehn seiner gelungensteil Oelgemälde in Altarblät- 
tern, und auch die Kirchen del Sullragio und des heil. Rochus, so 
wie der Salesianerinneil daselbst, sind mit seinen VVerken ausge- 
stattet. Die Altarblättei" in der liirche der aufgehobenen Augusti- 
nerinnen zu Sacco sind gleichfalls von Barom, und die Frauen- 
kapelle di Caravaggio, welche die reiche Familie' von Fedrigotti 
erbauen liess, wurde von ihm ganz in Fresco gemalt und mit '61- 
nein schönen Aitarblatte geschmückt. Das Hochaltarblatt III der 
Plärrlsirche des heil. Stephan zu Mori ging ebenfalls aus der Mei- 
ster-Hand Baroni's hervor, und auch die Ptarrkirche von Isera, 
so wie die Kirche der aufgehobenen Minoriten zu Brancolino, ha- 
ben schöne Gemälde von ihm. Ein grosses Frescogemäfde in der 
Plhrrkirche zu Villa, die Jakubsleitervorstellend, war sein letztes 
Iiunstwverk.  
Baroni verband mit einem erfinderischen Geiste eine durch sehr 
grosse Urtheilskratt geleitete Phantasie, und ein unbegrenztes Stre- 
ben, in der Kunst immer vollkommener zu werden, so wie er auch 
im mechanischen Theile derselben die richtigsten Grundregeln be- 
folgte. Hätte er nicht die Gemächlichlieit im eigenen Hause und 
bei gäinzlichem Drlangel an Ehrgeiz die engen Grenzen sciucs Ge-
        

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