Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1710612
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Barent , 
etc. 
Bareizi , 
Steffano. 
Barent oder Barentz, auch Bernard, de Dmve, (dm-Taube) 
genannt, "ein Maler zu Amsterdam, von dem sich auf dem Rath- 
hause ein Gemälde von 1535 befihdet, welches einen getälmrlichen 
Aufstand darstellt Er hatte einen Sohn, Namens Dirk, dem'Bal- 
dinucci ebenfalls den Namen des Tauben (il Sordo Barent) beilegt, 
und nach ihm auch Lanzi II. 103 d. Ausg. NIan nxöchte daher 
fast glauben, dass der Sohn und der Vater taub waren. AuPfal- 
lend bleibt es, dass Dirk in Italien il Sorclo hiess. 
Barentsen, auch Bernard, Dirk, Mam, geb zu Amsterdam 
15511, gest. 1592. Er war der Sulin Barentz des Tauben und er- 
hielt von diesem den ersten Unterricht in der Kunst. In seinem 
20. Jahre reiste er nach Italien und wurde in Venedig von Titian 
liebreich empfangen; er genoss selbst den Unterricht dieses grus- 
sen Künstlers. Nach einen siebenjährigen Aufenthalte in Italien 
kehrte er in sein Vaterland zurück und malte Portraite in einem 
grossen Style, ganz im Geschmacke Titian's. Er malte auch ein 
grosses Gemälde, den Sturz Lucifers, der schr hoch geschätzt. 
aber leider in den Beligions-Unruhen zernichtet wurde. Des- 
camps nennt zu Amsterdam eine Judith als Barentsen's Haupt- 
werk und gibt auch noch andere Nachrichten über Gemälde dic- 
sesliiinstlers. 
Nach Barentsen wurde vieles in Kupfer gestochen, neben andern 
von I. Sadeler, und nach einer handschriftlichen Nachricht Ma- 
riette's dürfte er selbst in dieser Iiuimst erfahren gewesen seyn. 
Es sind unter Titiarfs Blättern einige Landschaften mit D B bezeich- 
net, welche nach Mariette's Vermnthung 'unserm Iiiinstler angehö- 
ren könnten. Brulliot dict. des monogr. II. Nm 502 kennt noch 
andere Landschaften, die ebenso bezeichnet und in derselben Weise 
äefertiget sind; allein diese hat Constnntin Malombra gestochen. 
 auch den Artikel Barent, seines Vaters. 
Baretta, FPHIICGSCO, ein italienischer Iiupferstecher, der gegen das 
Ende des vorigen Jahrhunderts arbeitete. Er stach aus Auftrag 
der Bemondini zu Bassano nach Zeichnungen von Pietro Mau- 
notto: die Theologie, Philosophie, Medicin, Jurxsprudenz, POr- 
tolano, i] Seggiolajo, lo Speciale.  
Baretta 
oder Baretti. 
Baratta , 
auch 
B aratti. 
BaTQtlIÜUI; Mlüla; Maler, MarattPs bester und desshalb aueh von 
ihm beneideter Schüler. In der Eremitage zu St. Petersburg ist ein 
höchst schätzbares Gemälde von ihm, eine Ruhe in Aegypten, aus 
Hougtonhall stammend. Es ist in einem edlen, nach Schönheit 
strebenden Style behandelt. In Walpolek Sammlung war von ihm 
eine Himmelfahrt Mariä. Hand Kunst und Alterthum in St. Pe- 
tersburg.   
BEIPBZZI, 812658110, ein Maler zu Mailand, erfand die Kunst, auf 
schnelle undrsichere Art, ohne Unterschied 0b die Mauer eben 
oder schief sei, jede Frescomalerei von der Wand abzunehmen 
und auf 'I'afeli1 iiberzutragen, ohne dass die Malerei leidet. Seine 
Verfahrungsart S. Kunstblatt 1820 Nro. 8. 5- 52. 
Barezzi hat auf diese Weise Gemälde von Luini abgezogen. 
Im Jahre 1820 versuchte er auf Befehl der päbstlichen Regierung 
seine Methode an den grossen Gemälden von Marco cPßggione in 
der geschlossenen Kirche della Pace zu Rom. ,
        

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