Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1710606
Bardou, 
Paul 
Joseph. 
Barent van 
Brüssel. 
273 
seinen Fiisseu. Man bewunderte in diesem Bilde die gleich schöne 
Zeichnung und Ausführung, tadelte aber die Wahl des Gegenstan- 
des, da solcher ohne vorläufige Erläuterung keinen Sinn darbietet. 
Andere fanden hingegen den Sinn ganz verständlich, aber einen 
 ganz andern, als der Maler hineinlegen wollte. Aus dem vergnüg- 
ten Gesichte des Kosaclaen und seiner Stellung gehe nämlich her- 
vor, er stecke seinen Säbel in die Scheide, uin zu einem siissern 
Kainpfe iiberzugehen, und die Nonne danke dem Himmel auf den 
Knien für die günstige Fügung, der heil. Jungfrau endlich einmal 
den Bücken kehren zu dürfen. (Fiissly). Im Jahre 1808 erhielt 
sein Qedipus und Antigene den Beifall der Kenner. Bardou war 
Mitglied der Akademie der Künste und starb 1814-  
BaTdOu oder BRPÖOW, Johann, iPzistellmaler zu Berlin, ein be- 
liebter Künstler seiner Zeit, dessen Gemälde Bause, D. Berger u. 
a. in Kupfer gebracht haben. Er war Le Suenfs Schüler und in 
seiner Art ein geschickter Künstler, doch haben viele seiner Ge- 
mälde ihre schöne Farbe verloren. Nach 1775 ging er nach War- 
schau und iibte auch hier mit Beifall seine Kunst.  
Man kennt von diesem Künstler zweigeiitzte Blätter: Joseph's 
blutiger Mantel von den Brüdern dem Vater überbracht, und ei- 
nen kleinen Kopf in Castiglionds Geschmack. 
Bardua, Caroline, Malerin aus Bzillenstäclt, bildeteßich unter dem, 
durch eine ruchlose Hand zu ü-üh der Kunst entrissenen G. von 
Kügelchen zu Dresden zur geschickten Künstlerin. Sie erwarb sich 
durch verkleinerte Copicn nach den anmutliigen Gemälden ihres 
Meisters vorziivlichexi Beifall, und in demselben Grade später 
durch ihre höälSt ähnlichen Bildnisse. Sie malte mehrere hohe 
Personen zurbesondern Zufriedenheit und stellte auch anze Fa- 
milien auf einem Bilde dar. Besonders gelungen ist das äTamilien- 
bild des Prinzen Wilhelm von Preussen, das sie 1821 malte, u. a. 
Ueherdiess that sie sich auch durch eigene Compositionen hervor. 
Man erwähnt eine heil. Jungfrau mit dem Kinde (1812), und eine 
i. heil. Cäcilia (1314), worin der "Ausdruck des Gesichtes und die 
zarte Behandlung der Farben vorzüglich gefielen. 
Ba-PCIWCII, JOhYI, ein englischer Maler des vorigen Jahrhunderts, 
der mehrere Bildnisse und allegoriscbe Darstellungen malte. 
Man kennt" mit seinem Namen ein grosses Blatt, auf welchem 
England unter der Gestalt der Minerva mehrere Arme und Krüg- 
pel einem H. Ward zuliihrt. . 
Ein Thomas Bardwiell lebte zu London als Bildnissmaler. Im J. 
1756 erschien von ihm ein Werk von der Ausübung der Malerei 
und über Perspektive, in 4'. Faber hat nach ihm in Schwarz- 
kunst gearbeitet. 
Barella, Augustin, ein italienischer Baumeister, erbaute um 1675 
die St. Adelheid und Cajetan Kirche zu München, die J. SauvÖ 
auf 3 Bl. in Kupfer gebracht hat. Der Bau gelangte unter der 
Leitung dieses Künstlers jedoch nicht zur Vollendung; F. de C011- 
villier führte die Facade aus. Ob Barella in Bayern gestorben, oder 
ob er nach Italien zurückgekehrt ist, wissen wir nicht anzugeben- 
Baren, Philipp van der, ein Niederländer, geb. 1600, maliß 
herrliche Früchte und Blumen mit weiblichen Büsten in einerNiSChß 
dargestellt.   
Barent, van Brüssel, _s. Bernard von Oirlay. 
NagZerÄs Künstler-Lax. I. Bd. 18  
        

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