Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1710595
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Jean. 
Bardin , 
Bardou , 
Paul 
Joseph 
Antonius zu Padua isbt von ihm ein Basrelief in Marmor, das ersfe 
beim Eingang. Auch die Statue der heil. Justina in der Nische 
ist von semer Hand. 
Bardm, Jean, Histbrien-Maler, geb. zu Montpellier 1752, gest. 
i 1809, Schüler von Lagrexiee dem iiltern unifl Pierre. Er erhielt 1'104 
(lengrossen Preis mit seinem Gemälde des Tullius, der über den 
Körper seines Vaters den Wagen lenket, begab sich dann nach 
Rom, bildete sich hier nach den hohen Meisterwerken und war 
der Manier weniger ergeben, als seine Zeitgenossen. Vorzüglich 
war er ein Feind der akademischen Systeme. 
Zu seinen bekanntesten Gemälden gehören; die heil, Cathai-ina 
in der Mitte der Doktoren, welches ihm die Aufnahmg in die Aka- 
demie verschaffte, der heil. Nicolaus, St. Bernhard, die Entziickuxig 
der heil. 'I'heresia, die Anbetung der Magier, Andi-omache weinend 
über Helttors Leiche. Er hinterliess auch eine Menge Zeichnun- 
gen, welche nicht bekannt geworden sind. 
Bardin war Mitglied des Instituts und seit 1788 Direktor der 
Schule der schönen Iiiinste zu Orleans. Er hat den Ruhm, der 
Lehrer David's und Iiegnaulfs gewesen zu seyn, starb aber er-i" 
blindet und im Blende. Gabet, u. a.  
Barden, Mlßll. Franz (lißndfä, Maler und Kupferätzer au; 
Aix in der Provence, geb. 1700, gest. 1785. _Es war ein Schüler 
von Vanloo, arbeitete für mehrere Kirchen in Paris und erhielt 
1757 eine Stelle bei der k. Akademie. Er wurde hierauf. Direktor 
der Akademie zu lVIarseille,-lebte aber zu Paris, WO ihn vorzüglich 
der Marquis von Marigny begünstigte, dem er auch alle seine e- 
lehrten Arbeiten widmete. Er schrieb einen Versuch über die Wla- 
lerei und Bilclhauerkunst (2 B.  1765) , das Leben C. Vanloo's, 
Grundregeln der Zeichenkunst und eine Universalgeschichte in 
Absicht auf die Künste, welche 176g in drei Bänden edruckt 
wurde. Ferner ab er unter Cochins Leitung eine Folge von 
 Trachten alter Viäker in 51 Heften heraus, welche auch in Deutsch- 
land mit deutschem Text erschienen sind. Eines seiner Blätter 
stellt Christus am Kreuze mit Magdalena vor, 4. bezeichnet: 
d'andr6f.; ein anderes mehrere Männer, welche einen Todten be- 
graben, ful. danclrd jnv. Et. fecit. Fessard stach nach ihm ein grug. 
ses Iiniestiick von Ludwig XV. und Balechuu ZWCl Blätter: PEnIance 
und,la Naissance; letzteres ist bei Füssly irrig als Geburt Christi 
bezeichnet. Fiorillo III. 525. lind Fiissly. 
Bardou , Emanuel, Bildhauer; der noch zu Anfang unsers Jahrhun- 
derts zu Berlin lebte. Man keimt von ihm zwei sehr ähnliche Büs- 
ten von Chodowiecky, die Bildsäule Friedrich II. zu Pferde mit 
dem Postarnente, 18 Zoll hoch, die Bildsiiule des Prinzen Heinrich 
von Preussen in gleicher Grösse und viele Gypsbilder. Bardou 
studirte zu Paris und wurde 1775 Modellirer der k. Porzellanfa- 
brik und später auch Mitglied der Akademie der schönen Iiiinste 
seiner Vaterstadt Berlin. 
Bardour Paul JOSCPh; ein ausgezeichneter Portrait  und auch Hi- 
storienmaler zu Berlin. Er lieferte mehrere schöne Compositio- 
nen, worunter 1804 die durch Bolfs Iiupferstich bekannte Nonne 
grossen Beifall erhielt. Das Gemälde stellt die Sage dar, dass eine 
prenssischc Nonne einem Lithauer, der ihr Gewalt anthun wollte, den 
Glauben beigebracht habe, sie besässe einen Zauberspruch egen 
Verwundungen. Sie federt ihn zum Beweis auf, einen Streiclx auf 
ihren Hals zu thun; er tliat ihn, und der schöne Kopf rollt zu
        

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