Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1710540
Barbieri , 
Giov. 
Francesco. 
267 
"ein biissender Hieronymus, der Fall St. Pauls, Christus initj dem 
Kreuz und dem Cyrexiäer. In der Eremitage zu St. Petersburg sind 
Bilder von Barbieri, darunter Maria mit dem Kinde unter einem 
gaume sitzend, ein Bild von ungeineiner Zartheit und Lieblichkeiti 
nicht geringer ist eine Madonna mit dem auf einem Tische stehen- 
den liinde; Christus von seineniliingern umgeben in einer mit 
Bäumen laeyflanzten Landschaft, ähnlich den beiden Bildern, die 
Pasqualiiii gestochen hat" 
Auch in deutschen Gallerieii finden sich VVerke von Guercinn, 
namentlich in der k. k. Sammlung zu Wien. Fiirst Esterhazy-be- 
Sitzt elmr heil. Familie mit lebensgrossen Figuren, ein Gemälde 
von schöner Harmonie; die gräflicli Thurifsiche Gallerie eine Ma- 
donna mit dem Rinde. Iin Museum zu Herrmaniistadt der heil.- 
Hieronyiiius, halbe Figur; ein vorzügliches Gemälde. 
Schöne Bilder von diesem Künstler befinden sich ebenfalls in 
der k. Gallerie zu_Miinchen: eine Krönung Christi, Halbfigur m 
Lebensgrösse. Dieses Bild ist nach Einigen ein Guido Reni. Der 
heil. Hieronymus im Begrifie zu schreiben; ein Salvatofin Seine! 
Jugend, Brustbild; die heil. Jungfrau mit (lGIITHiIKlG. In der her- 
zoglicli Leuchtenbergischen Gallerie bewahrt man von- ihm das 
lebensgrosse Bildiiiss eines Fiechtsgelehrten; den heil. Hieronymus, 
der vor dein Posaunen-Schall eines Engels erschriclit, die Ehe- 
brecherin vor Christus, lebensgross; Iiniestiich. Dresden besitzt 
15 Stiiclie: Den Tod der Clorinde, den beweinten Adonis, die ster- 
bende Procris, Loth mit den Töchtern u. s. w. 
Das Verzeichniss säinmtlicher Gemälde dieses Künstlers würde 
grosse Spalten füllen: er malte 106 Altarbilder und 1411 grosse'Ge- 
mälde für Fürsten und ausgezeichnete Personen, ohne die unend- 
lich vieleir für Privatleute zu rechnen, Madounen, Bildnisse, halbe 
Figuren, kleine Landschaften, worin er auch durch das liiihn Hin- 
geworfene höchst eigenthiiiulich ist. Daher ist er in Gemäldesamm- 
lungen gar nicht selten.  
Bartsch p. gr. XVIII. 561 fiihrt zwei geätzte B1. von Guercino an: 
Antonius von Padua. Jo. Franc. Cent. inu. Fe. H. 5 Z. Ö L" 
llr. 4 Z. 1 L. 
Johann der Täufer. H. 4 Z. 8 L., Br. Ö Z. 10 L. 
Diese Blätter sind mit dem Stichel auf dieselbe Weise gefertiget, 
wie seine zahlreichen Federzeichnungen. Sicher von seiner Hand 
sind nur diese zwei, zweifelhaft aber folgende:  
Ein Weib und ein Mann im Handgemenge, mit Messern. Ein 
Hund fällt das Weib au. H. 6 Z._6 L., mit dem Rande, Br. 
7 Z. L. 
_Dieses geiitzte Blatt hat viel von Guercinds Weise, aber auch 
an Benedetto Castiglionds Werke erinnert es, und daher ist es 
nach Bartsch schwer zu entscheiden, welchem dieser beiden Iiiinst- 
ler selbes angehöre. Einige halten es von Benecletto nach Guer- 
cino's Zeichnung gefertigte, eine Meinung, welche Bartsch die 
richtige scheint.  
Eine Landschaft mit zwei Figuren, bezechnet imit B. f. (d. h. 
ßarbieri fecit.) H. 4 Z. 8 L., Br.6 Z. 5 L. 
Dieses Blatt, obgleich es das Zeichen BarbierYs trägt, dürfte" 
nach Bartsch ihm nicht angehören.  
Ein Mann und eine Frau, unter dem Schatten eines Baumes 
sitzend: Eques Jo. Franc. Bai-berius inventor et f. H- 7 zu 
Br. io Z.  
Bartsch hält dieses Blatt, von welchem es auch Abdrücke vor 
der Schrift gibt, für kein Werk Guerciiids; er glaubt, die Inschrift
        

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