Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1710518
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Barbiere . 
Dom.w 
del- 
Barbieri , 
Giov. 
F ranccsco. 
, ten und mit den Initialen D F (Domenico Fiorentino) bezeichnet. 
 Baron von Stcngel will auch ein Monogramm gefunden haben, wel- 
ches das F im D vorstellt, eine Angabe, die Brulliot dict. des mo- 
nogrammes I. Nro. 1527 n. ed. noch auf keinem Blatte bestättiget fand. 
 Noch ist zu bemerken, dass man diesen Iiiinstler nicht mit Dom. 
Barriere verwechslc, welcher später zu Marseille lebte. 
Die Blätter, welche Bartsch verzeichnet, sind folgende: 
Die Steinigung St. Stephans. H. 10 Z. 1 L., Br. 5 Z. g L. Die- 
ses Stück, welches den Namen Domenico Fiorentino trägt, 
ist ein Zeugniss des Verdienstes unsers Künstlers in der Zeich- 
nung und in der Stecherlaunst. 
 Eine Gruppe von mehreren Heiligen aus Michel Angela's jüng- 
stem Gerichte gezogen. H. 15 Z. 6 L., Br. 8 Z. 2 L. 
Eine andere Gruppe aus demselben Gemälde, vier Engel mit der 
Martersäule vurstellend. H. 7  2 L., Br. 1]; Z, 6 L_ 
Amphiareus erregt gegen Aeneas ein Ungewitter, nach Bosse. H. 
12'Z., Br. 8 Z. O L. 
Venus und Drlnrs mit Amor nach Rosso. H. 2 Z. 6 L., Br. 4 Z. 
Eine Versanxmlung von Männern und Frauen, nach Primaticcio. 
H. g Z. 2 L., Br.15 Z. 6 L. 
Der Ruhm, unter der Gestalt eines geflügelten Weibes vorgestellt. 
11. 10 Z. 6  Br. ß z. 2 L. 
Zwei anatomische Figuren, nach Rosso. H. 8 Z. 9 L., Br. 2 Z. 5L. 
Ornamente, in welchen man eine Truppe Soldaten vorgestellt 
sieht. Geätzt nach einer Zeichnung Rossds. H. 6 Z. 4 L., 
Br. 6 Z. 10 L. 
Heineckc erwähnt noch eine Ruhe auf der Flucht in Aegypten. 
H. 15 Z. Ö L., Br. g Z. 10 L. 
Das zweite Blatt, welches dieser Schriftsteller als Werk Barbiere? 
angibt, stellt den Leichnam Christi dar, es ist aber nach Bartsch 
weder nach Sulviali. noch von unserm Künstler, sondern von ei- 
nem anonymen Kleister der Schule von Fontainebleau. Heinecke 
wurde zu diesem Irrlhum verleitet durch das mit der Feder beige- 
schriebene Munogramm auf einem Blatte der Kaiserlichen Sammlung 
zu Wien. 
Heinecke cigrnet auch diesem Iiiiixstler fälschlich eine Folge von 
20 Ansichten der Aldobrandinis-chen Gärten zu Tusculum zu. Die- 
ges Werk gehörst dem Dom. Barriere von Marseille an. 
Barbleri, GXOV. FPGYICGSCO, genannt il Guercino da Cento, 
 geb. zu Cento 1590, gest. zu Bologna 1666. Dieser Iiiinstler ge- 
hört eher unter die Maler von Ferrara, in dessen Bereich Cento 
liegt, als zu den Bologncrn, doch stellt man ihn unter die Car- 
raccisten, ohne gcxiau angeben zu können, aus welchem Grun- 
de. Er besuchte die Carraccische Schule nie, sondern kehrte, 
nachdem er sich einige Zeit mit seinem Landsmann Cremonini in 
Bologna aufgehalten, nach Cento zurück und hier war er Bene- 
detto Gennarfs, des ältesten, Schüler, dann Amtsgenoss und nachher 
ihm verschwägert. 
Barbieri gibt nach Lanzi drei Manieren kund. Die erste ist die 
minder bekannte: starke Schatten, scharfes Licht, Gesichter und 
Endglieder minder fleissig, Fleisch, das ins Gelbliche spielt, alles 
übrige nicht von lieblichem Colorit, eine Manier, die entfernte 
Aehnlichkeit mit der Carraccischen hat. In dieser hat nicht nur 
Cento, sondern auch Bologna manche Proben. Von dieser ging 
er zur zweiten bessern, beliebtetn über. Darin bildete er sich 
jahrelang nach mehreren Schulen aus, denn er besuchte Bologna 
oft, war einige Zeit in Venedig, hielt sich mehrere Jahre in Rom
        

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