Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1710477
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Barbasan , 
Fra 
Luxgi. 
Barbuzza , 
Anton 
Joseph. 
Barbasan, Fra Luigl, ein Priimonstratenser, stach nach der Zeich- 
nung seines Mitbruders Francesco Bayette den Aufriss und die per- 
spektivische Ansicht seines Iilosters. Ticuzzi erwähnt dieses liünst- 
Iers, aber er bestimmt seine Lebenszeit nicht. 
Barbatelli, BGIHGHllIIO, enmnt Poccetti, delle Grottcsche, 
dalle Facciate und dalle Muse, Beinamen, welche sich auf 
verschiedene seiner Werke beziehen. Erwar zu Florenz 1548 geb. 
und starb 1612. M. Ghirlandajo war sein Lehrer, aber vorzüglich 
zogen ihn Raiaefs WVei-lie an. Er war in alren Theilen der Male- 
rei fertig und fruchtbar, und der Vorläufer einer neuern bessern 
Manier in der toskanischen Schule, die sich bald darauf durch 
Cardi und Pagani verbreitete. 
Nach seiner Rückkehr in die Vaterstadt, zeigte er seinen Geist 
in zierlichen , geiiilligen Arbeiten , sowohl in Oel als Fresco. Sein 
Meisterstiick ist der durch ein Wunder wieder auferweclite Ertrun- 
kene, den man im Kloster der Verkündigung bewundert. Seine 
Hölle nach Dante ist durch das iiusserst seltene Blatt von Callot 
bekannt. Das Leben der Heiligen Nereus und Archileus, das mit 
dem obigen ebenfalls zu Barbatellfs Bestem gehört, hat Gregori 
gestochen. Callot stach ferner noch die 7 Todsünden, die beste 
Arbeit aus der Periode seines Aufenthaltes in Florenz. Heinecke 
verzeichnet 1.1. nach ihm gestochene Blätter. Vgl. Fiörillo I. 599. 
Heineclse. Lanzi I; 135. 
Sein Bruder Johann B aptist, auch lloccetti genannt, machte 
sich mit "vortrefflichen aus Holz geschnitzten Cruzilixen sehr be- 
rühmt. 
Barbault, Johann, Maler und Iiupferiitzer zu Paris, ehem. königli- 
eher franz. Pensionair der Akademie zu Rum. Er malte Bildnisse 
und Historien und fertigte die Zeichnungen zu den Monumens de 
Pancienne Rome , die in gr. fol. zu Rom 1761 auf 128 Bl. erschie- 
nen. Von ihm sind ebenfalls die Zeichnungen zu dem Werke: 
Leß plus beaux ediiices de Ruine moderne, gr. fol. Rom 1765; fer- 
ner zu den nach seinem Tode erschienenen divers Monumens an- 
ciens d' Italie, gr. fol. Rom 1770, und zu -N. Zabaglizfs Maschi- 
nen, welche zur Aufrichtung des ägyptischen Obelisken gedient 
hatlßll- III den drei EPSIEII Werken sind einige Blätter von ihm 
selbst gestochen. Ausserdem stach er noch andere Blätter, wie den 
Tod des Apostel Petrus, {lach Subleyras. 
Dieser Künstler, den Ticozzi Ludwig nennt, starb zu Rom 1766. 
Barbazelli, T., ein italienischer Iiupferstecher des vorigen Jahrhun- 
derts. Er stach neben andern Barbaulfs Zeichnungen zu Zaba- 
glia's Werk, dessen im vorhergehenden Artikel erwähnt wurde. 
Barbazza, Anton Joseph, Maler und Kupferstecher, geb. zu Rom 
um 1720. Man weiss von diesem Künstler nur, dass er mehrere Län- 
der durchreiste und 1771 nach Spanien kam, naßhßlßm er sich schon 
um 1740111 Rom bekannt gemacht hatte. Die jvenigen Stücke die 
man von seiner Zeichnung und Nadel hat, sind bei Kennern in 
rosiem Werthe, namentlich vier grosse Köpfe, die nach Art der 
gederzeichnung radirt sind; gr. fol. Von ihm sind ferner die 
Platten zu Bianchinfs storia ecclesiast. in 4., einige Platten zu Mo- 
naldinYS Ausgabe 495 Virgil und ein Trupp Musikanten, lächer- 
liche Figuren. 
Barbazza scheint in Spanien gestorben zu seyn, doch weiss man 
das Jahr seines Todes nicht.
        

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