Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1710291
241 
Ba len 
van. 
Balestra , 
Anton. 
mehreres 
sem Meister gestochene Blätter und 
Verhältnisse erzählt Descamps I._ 257. 
über 
seine 
Lebens- 
Balen, Johann van, Sohn des obigen, ebenfalls Maler, der 1611 
das Licht der VVelt erblickte. Er malte Historien in der Manier 
seiües Vaters, hatte ebenfalls ein glänzendes und lebhaftes Colorit, 
in der Zeichnung aber ist er oft unrichtig. 
E3163, MathiaS Van, ein trePflicher Maler, geb. zu Dortrecht 
1634. Er lernte bei Houhraken. malte sehr schöne Landschaften 
und Historien und starb 1n seiner Vaterstadt im hohen Alter. 
Dieser Künstler war auch in der Aetzkunst erfahren und gab 
eine Beschreibung von Dorn-echt heraus, die 1677 in Z4. erschien. 
Einiges wurde auch nach ihm gestochen. 
In TicozzPs neuem Dizionario (legli a_rchi_tetti, scultori, pittori 
etc. fehlen die Iiünstler van Balen, so W18 viele andere. 
Balßnbßrgßr, Karl; Malexygeb. zu Ansbach 1801, lernte anfangs 
das Steinhauen und arbeitete bis 1828 bei dem Architekten Iieim 
als Zeichner. Im Jahre 1851 kam er nach München, wo er sich 
in der Zeichenlaunst und im Malen ausbildete. In letzterem Fache 
lieferte er kleine Gemälde im altmleutsclzen Style, die er mit einem 
Monogramme bezeichnet.  
Balester oder Ballester, Joachim. ein spanischer Kupfer-Stecher, 
arbeitete mit M. S. Carmona und F. Selma anoden vortreFflichen 
allegorischen Iiupfern in dem Lehrgeclichte über die Musik von 
Iriarte und lieferte vier Blätter zu der 1780 zu Madrid erschiene- 
nen Prachtausgabe cles Donqnixotte. Ausserclem stach er noch meh- 
rere andere Blätter für literarische Erzeugnisse und starb zu Anfang 
unsers Jahrhunderts. . 
Balestra, ADIOII, Maler und Iiupferäzter, geb. zu Verona 1666, 
gest. um 1731, nach andern 1740. Er war erst Kaufmann, bis er 
21 Jahre alt in Venedig unter Bellucci studirte, von da nach Bo- 
logna und nach Rom ging, vro er nnter Maratta aus allen Schulen 
das Beste nahm und viel Schones in diesem seinem Style verband, 
der vom venetianischen ani wenigsten hat. Er ist ein geachteter Ma- 
ler, aber zu geglättet tief lIl Zeichnung, von leichtem, fröhlichem und 
heimrm Pinsel, aber von einer Gediegenheit des Genies, die man 
achten muss. Er malte in der Schule della Charitä zu Venedig die 
Geburt U. H. und eine Iireuzabnahme; arbeitete auch viel für fremde 
Höfe und die Städte des Gebietes, insbesondere für Padua. Er malte 
auch mehreres in seiner Vaterstadt, wo der heil. Vincentius bei den 
Dominikanern eines seiner schönsten Bilder ist. Sein Verfahren 
mit gekochtem Oel verdarb viele Bilder. Lanzi II. 231. d. Ausg. 
Seine geätzten Blätter sind mit viel Geist und Geschmack verfer- 
tiget... Bartsch verzeichnet vier derselben, und Heineclte vier an- 
dere nebst verschiedenen nach ihm gestochenen Blättern. 
Ballestra war auch in der Architektur bewandert und schrieb meh- 
rere Briefe, die in den lett. pitt. abgedruckt sind, und vortreiTliche 
Vorschriften für die Iiunst enthalten. Seine Blätter nach Bartsch, 
XXI. 292:  
 Maria mit dem Kinde auf einer Wolke, 1702- H. 5 Z. 9 L., Br. 
4 Z. 5 L. 
Zwei Soldaten. H- 5 Z. 8 L., Br. 2 Z. 1 L.
        

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