Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1710242
Balrlung , 
Iians , 
genannt 
Grün 
(GYi-Cn r 
237 
Kreuzigung mit der Aufschrift: Johann Balclung, cog. Grien, Ga- 
uinurlianyS. Ufw et virtute aiispicibiis faciebat 1516. Er lebte auch 
lzingere Yl-elt 111 der Abtei Lichteiithal in Baden, namentlich um 
1490- W011 Ihm rillireii die Bilder der Nehenziltäre in der Todten- 
lfäpßlle 11'313 S0 Wle einige auf deni Chor stehende Gemälde. Seine 
Schwester und Tochter nahmen in Lichtenthal den Schleier und. 
seine Frau starb hier als Wittwc. 
Bfdduflg Grlin malte geistliche und weltliche Histoi-ien, und auch 
21149155? lauter Werke, die denen seines Freundes Dürer, von 
bälllätellla aügc eine Hazirlocke bewahrtezndie später in Hiisgens fla- 
neissi m, Wenig nachgeben: Seine Iiople haben Ausdruck, sind 
schätzt; ausgearbeitet, iind vielleicht vor allenseinen Arbeiten zu 
ham: 08-  folgte ubrigens nocludetnjgothislclien (ieschinaclee, 
In S fl er eine lnirbung, die noch jetzt in schoner Frische bluht. 
dies einen spatern "Werken bemerkt man bedeutende Fortschritte; in 
Q1 Verschwinden seine schlechten Scliraffirungen ziemlich. 
D10 k. b. Sammlung bewahrt von der Hand dieses Iiiinstlers eine 
äacktie frau, fvelehe ihren Fass auf eine Schlange setzt und in der 
liallC einen bpiegel halt; ferner die Ibrtraite des Pfalzgrafcnfhi- 
IPP lllwld des Markgrafen Christoph voirßaden. In der gr0sherzogl1- 
Cllell (Jilllßlflß zu Carlsruqhe ist sein _Zeichei1bucli, .VY0l'llJ verschie- 
äföllß, Studien von Plerclenhdas Bildniss Maximilians  (1501), 
Aarls V. (m06), Caspar Hedions (1543), etc. zu finden sind. Auf 
Klein letzten Blatte ist das Motto des Künstlers: Hodie aliquid cras 
Dlllll: DBII_IIIJISOI' liTaxiinilian hat er auch in Oel gemalt; ein 
trcffliches Bild, das sich im.  Museum zu Neapel befindet. 
abHaliis Baldung Gruii bezeichnete einige seiner Blätter mit dem 
_gedrul'lljäl Namen, andere aber nur, und zwar den grössten Theil, 
11:11h fiäler Uiälggraänäe hwelcges aus den Buchstaben HBG besteht, 
tet wurde. 5' E1115 Peßarlg oder Hans Grunewald gedeu- 
Bei dem Sichten der verworrenen Nachrichten über die Meister, 
denen man das bezeichnete Monogrzimm beiinass, hat Bartsch, indem 
er auf der einen Seite dem H.  (iriin zu seinem rechten Eigenthum 
zerhälf, andern Qrts dreiHolzschnitte dem Hans Brosamer zugeschrie- 
Bell, enen lirulliot unter seinen ifcrrlienstvollen Ergänzungen zum 
Dartsch, einen vierten, bishin vollig unbekannten beigesellt hat. 
Biese vier Holzschnitte tragen dasdylonfigramni HB, dessen sich H. 
resang undeinige andere gleichzeitige Ixunstler bedienten, und nicht 
das oben bemerkte, das aus einem G in Mitte des H, an welches 
efn B gehängt 1st, besteht. Diese Blätter, welche unten aufgezählt 
"erfifm, und früher alS Werke Bresangs galten, gehören der Com- 
ptßsitinn und der Zeichnung nach dem H. B. Grün an, und die 
(113 Welcliung des Monogranims durfte hier von keinem Belange seyn; 
enn Baldung_ hatte keine aiisscliliesslich gleichmäßige _Bezeich- 
äiungsliiveise seiner Werke angenommen. So bediente er sich auch 
ker 4a Cllllgßlü Bächstabcn H_G, welche auf einem liuplerstichenin 
ch-enwrvorste en_ einen verliebten Alten, welcher ein junges Mad- 
D_ usterii umfasst, vorkoinxnen. 
Paleäiflsi Blatll; Stimmt ganz mit dem von H. B. Griin gestochenen 
Rücksicht?" ufcrein, besonders in technischer ßeziehung und in 
und somit St) fZeichnung, Charakter der hopfe und G-ewandung, 
1er. Dass ellr te kein anderer dernVerfertiger seyn, als unser hunst- 
St ne i Dr auch kurz Hans Grun genannt wurde, beweiset eine 
.6 n. "T95 Tagebuch der Pieise nach den Niederlanden, Wß 
(11669? bei Erwähuun der Arbeiten Grün's, mit welchen er zu Ant- 
Wefien dem Landsciliaftsmaler Joachim Patenier ein Geschenk ge- 
mac t hat , sagt: 
        

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