Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1709954
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Aviguon , 
Clotaire 
etc. 
Avon gadro, 
Pietro- 
Die Geburt Christi, nach Marco del Moro. 
Christus von einem Engel gehalten, nach Zuccaro. 
Alle diese Blätter sind in grossem Formate. 
Avzgnon, Clotalre-Phnhppe-Jean-Gabriel 11',  Graveur und 
Schriftmaler zu Paris, wo er 1783 geboren wurde. 
Er beschäftiget sich vorzugsweise mit Schildmalen und zeichnet 
sich hierin aus. Auch hält er eine Graveur-Schule. Gabet. 
AVllap Franc- (1„ Portraitmaler zu Sevilla. Seine Bilder zeichnen 
sich durch Aehnlichkeit und durch ein anmuthiges Colorit aus. E1- 
war Maler des Erzbischofs Vaca de Castro. Ein Künstler dieses 
Namens, Fernando, war Maler und Bildhauer PhilipIfIL, und hin- 
terliess eine Anzahl Werke, die zu den guten seiner Zeit gehören, 
aber doch ging sein Ruhm unter. Qmlliet. 
Aviler, Augustin Charles 11', Architekt, geb. zu Paris 1655, gest. 
1'800 zu Montpellier. Die Fortschritte, welche er in der Archi- 
tektur machte, setzten ihn schon m seinem zwanzigsten Jahre in 
den Stand, um den grossen Preis zu concurriren, den er auch er- 
hielt und damit eine Stelle in der französischen Akademie zu Rom. 
Er schitfte sich zu Marseille mit Desgodets und dem berühmten 
Antiquar Jean-Foi Vaillant ein, aber das Schiff hatte das Unglück, 
von den Corsaren aufgegriffen und nach Tunis geführt zu werden. 
Hier lebte Aviler iöMonate in der Gefangenschaft, hörte Weber 
Jiicht auf zu zeichnen. Nach seinem Plane wurde zu Tunis sogar 
eine Moschee erbaut. Im Jahre 1676 erhielt er seine Freiheit, und 
jetzt erst besuchte er Rom und studirte fünf Jahre nach den Mei- 
sterwerken dieser Stadt. 
Nach seiner Rückkehr ins Vaterland arbeitete er einige Zeit un- 
ter Mansard, ing aber dann nach Montpellier, um seiner unter- 
geordneten Steäung zu entgehen. In dieser Stadt erbaute er das 
hor Peyrou, in Form einer Triumphpfortß und später mehrere 
andere Gebäude zu Carcassonne, Beziefs, Nimes und Toulouse. 
Diese letzte {Stadt besitzt eines seiner besten VVerke: den erzbi- 
schöfliehen Pallast, der nach Aviler's Zeichnung ausgeführt wurde. 
Als Belohnung erhielt er von den Ständen den Titel eines Architek- 
ten der Provinz. 
Aviler war auchi in der Theorie seiner Kunst sehr erfahren. Er 
übersetzte und commentirte das sechste Buch von ScaniozzPs archi- 
telitonischem Werke, gab auch zum Vignola einen Cbinmentar und 
ferti te darnach seinen Cours cornplet d'Architecture, den Sturm 
ins geutsche übersetzte. Man verdankt diesem Künstler die erste 
Idee zu einem architektonischen Wörterbuche: Explication des ter- 
mes d'architecture. Die "zweite vermehrte Ausgabe brachte der 
Künstler nicht mehr zu Stande, seine Materialicnhber benutzte A. 
Ire Blond zu seinem Wörterbuche, das bis auf Quatremere de Quincy 
fur das beste dieser Art galt. Letzterer gab 1832 sein Dict. hist. 
d'Architecture in 2 Vol. heraus. 
Von ihm geätzt kennt man das Bildniss des Michel Angele. 
Avßgadrß, Pletrü, Maler aus Brescia, Schüler Glxiti's, der um 
1750 lülülltß- Er Sllläirte nach Bolognefs Mustern, und folgte ih- 
nen ohne Iiünstelei mit einem Anflug venetianischen Colorits, be- 
sonders in dem blutrofhen Fleische. Die Umrisse seiner Gestalten 
sind richtig, die Wjerkurzungen anmuthig, die Composition sinnig, 
alles vollkommen ubereinstimmexid und lieblich. Die Heiligen Crx- 
 spinne und Crispinianus in der Josephsliirche hält Lanzi II. 229 für
        

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