Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1709573
17.0 
Alfafü 2 
Juan 
Artois, 
JaliQb 
faro pinxit. Dieses bewog Castillo, der über die Insulenz seines 
Schülers aufgebracht war, da er meistens nur nach liupferstiehen 
Ilmlte, auf ein Gemälde für dasselbe Kloster: Alfaro non pinxit, zu 
setzen, was zum Sprichworte wurde. Allhro fuhr übrigens zu. ar- 
beiten fort, und malte neben andern das Portrait des Calderon de 
1a Barca, welches man über dem Grabe des Dichters aufhing. 
Später ernannte ihn der Admiral de Castilla zu seinen] Maler, und 
heehrte ihn mit seinem Zutrauen und seiner Freundschaft; aber 
Alfaro verliess den Freund, als dieser verbannt wurde. Er malte 
während dieser Zeit im Dome zu Cordova und ging 1680 nach 
Madrid, wohin Castilla wieder zuriichbcrufen wurde. Der Undank- 
 bare stellte sich ihm hier wieder vor; (luch der Admiral nahm ihn 
unter diesen Umständen nicht mehr auf, ivas den Maler in kurzer 
Zeit ins Grab brachte. 
 Allaro hatte die Zeit seiner Jugend mit Reisen zugebracht, und 
während derselben wenig studirt; doch zu jener Zeit des Iiunst- 
vertalls war es hinreichend, einigen Geschmack und Iülrbcnsinn 
zu haben, nach der Jieichixung war keine grosse Frage. Auch Ar- 
teaga war hein Zeichner; doch geniessenlseine Portraite in Oel 
einen Ruf. 
Dieser Hiinstler war ebenfalls Dichter und ein wissenschaftlich 
gebildeter Mann. Palomino sammelte nach seinem Tode die inter- 
essanten Notizen über Becerra, CCSPGJGS und Velasquez aus Juans 
iPapieren. Fiorillo IV. 19g. Qnilliet. Ersterer lässt Allaro schon 
um 1657 sterben, was nach letzterem unrichtig ist, weil der Iiiinst- 
1er noch 1680 in Madrid war.  
Artßaga y-Älfßrß, luattla; Landschafts- und Historiemnaler zu 
Sevilla, wo er der Schule des J. de Valdes folgte. Er hatte ent- 
schiedene Neigung für die, Perspektive, daher malte er nur Tem- 
äel, Strassen, Giirten, und stafiirte letztere mit Episoden aus dem 
eben der hl. Jungfrau, Sevilla ist voll von seinen WVerlien. 
Er zeichnete sich auch besonders durch seine Aetzungen aus: 
der hl. Franz und der 'l'riurnph der Religion, nach den Gemälden 
des Herrera, und andere machen ihm Ehre. Man hat von ihm die 
"Geschichte des hl. Johann vom Kreuz, in 58 BL, welche alle gut 
behandelt sind. 
Arteaga wurde 1666 Sekretär der Akademie von Sevilla, und 
starb 170d in derselben Stadt. Quilliet.  
Artiga, Franc. dß, Landschafts- und Ilistorienmaler, auch Archi- 
"teht und berühmter Mathematiker, geboren zu Hucsca von ansehn- 
licher Familie. Er malte mehrere Sibyllen, Perspektive u. a., lau- 
ter Bilder, in denen die Zeichnung, die Färbung und die glückli- 
che Einbildungskraft Erwähnung verdient.    
Von ihm sind auch die Kupfer in der Abhandlung uber diebMun- 
zen, welche Lastanosa 1681 herausgab. Die Fagnde der Universi- 
tät zu Huesca hat er geätzt. Dieses Gebäude ist von seiner liunst. 
Außll Schrieb" er mehrere Werke und starb 1111- Qllillict- 
APIIOiS, JakOb Van, Landschaftsmaler, geboren zu Brüssel 1615, 
,b1[1hte um 1660. Man weiss nicht, wer sein Lehrer war, aber 
man vermuthet diesen in der Person Wildens. Er war ein ge- 
nauer Beobachter der Natur, wurde aber in späterer Zeit in seinen 
Bildern oft inanierirt. Dennoch besitzt er hohe Vorzüge. Seine 
Bäume haben schöne Massen und scheinen von der Luft bewegt 
zu werden, auch seine Lüfte sind klar und leicht. Die Vorgriinde 
zieren schöne Pllanzen, Isicht unclvSehatteim sind trefflich vertheilt, 
von kräftiger Wirkung, und Alles in einer grossen Manier gemalt.
        

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