Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1709467
Aretusi, 
Cesare 
di 
Pcllegrino. 
Arfe, 
Henrique 
159 
Man dürfte auch eher annehmen, das Spinello zu. Siena und 
nicht zu Arezzn gestorben sei, S. die Anmerlz. zum Vasari I. 581i. 
Iin laönigl. lWIuscum zii Berlin sind einige Temperzt-Bilder von 
diesem alten lVIeister, die alle Achtung verdienen. Sie stellen hei- 
lige Gegenstände dar.  
iEr liinterliess zwei Söhne, von denen der eine, Forzore, he- 
wvunderiisiverth in Niello zu arbeiten verstand, der andere Parri, 
sich der Iinnst des Vaters widmete. 
Aretusi, Cßsare di Pellegrino, genannt Modenese, weil er 
wahrscheinlich zu Modena geboren war. Einige halten ihn je- 
doch für einen Buloqner, vieil er in dieser Stadt lebte, im Irr- 
thuni ist aber Tirabosehi, wenn er ihn als Sohn des Pellegrino da 
Modeiia bezeichnet.  
Aretiisi war ein ausgezeichneter Colorist im Geschmaclte der ve- 
netianisclien Schule, aber nicht glüchliirh in Erfindung. Desswegen 
findet man in seinen Bildern last überall die Beihülfe seines Freun- 
 des Fiorini. Als Bildnissmalci- war er vortrefflich und von Fürsten 
gesucht; auch verstand er Meisterbilder mit grosser Iiunst zu eo- 
ii-en, Seine rCOPIG von Cnrreggiifs Nacht im Dome zu Parxna 
gönnte nach DIengs sogar das Urbild ersetzen. Dieses VVcrk er- 
warb ihm das Zutrauen, Allegrfs Arbeiten in der eingerissenen Tri- 
bune derselben Iiirche neu zu malen. 
Aretusi arbeitete nach Tirälhosehi noch 1608 und starb, Oretti 
zufolge, 1612. Lanzi II. 274. III. 51. Fiorillo D. II. 529. 
ATCUJSI, Alexander, lYIaler von Modeiigi, malte eine grosse Menge 
Bilder mit schöner Färbung und {leissiger Ausführung. Er lebte 
und starb zu Florenz im 17. Jahrhunderte, es ist aber nicht zube- 
stiminen, in welchem Jahre. 
Arevalo, Cano de. s. Cano. 
Arezzo, Donato, Fahiano, Giovanni, Marsupio, da, am, 
Iiünstler, die im Dome zu Orvieto beschältiget waren. Ihrer wird 
in der Storia dal duonio tPOrvieto erwähnt. 
Arfe, JOSGPh de, ein berühmter Bildhauer und Goldschniid von 
Sevilla. In der Cathedrale dieser Stadt werden von ihm einige Sta- 
tuen von Silber gezeigt, die ihm zum grossen Ruhine gereichen. 
Ob er zur Familie der folgenden gehöre ist uns unbekannt, eben- 
so, ob ein anderer Iiüiistler dieses Namens, Antoniö Arte, der 
sich durch seine Schönen Zeichnungen Ruhm erworben, der Sohn 
 eines der folgenden Künstler gewesen. 
Arfe, Anton de, und Juan, zwei berühmte Silberarbeiter. s. 
den folgenden Artikel. 
Arfc, Henriqtie de, berühmter Gold- und Silberarbeiter, Vater und 
Grossvater (ler berühmten Goldschmiede Antonio und Juan y Vil- 
lafanne, die im 16. Jahrhundert mit ihm die Custodien für beinahe 
alle Cnihedralen in Spanien verfertigten.  
H. Arfe war ein Deutscher od. Niederländer, der sich zuerst in Bur- 
gos niederlicss. Er vertertigte 1520 die merhivürtlige silberne Cu- 
stodia in der Cathcdrale zu Cordova, die am Frohnleichnamstage 
lieriimgetragen wird. Sie hat die Form eines gothischqll 'I'l1url11S 
von anderthalb Fuss Höhe, an dem aller Ileiehthuii-i gothischenVer- 
zicriing erschöpft ist ohne die geringste Ueberladung. Die :vielen 
und schönen Bildsäiilen von Ileiligen, die biblischen Geschichten 
in den Nischen, sind alle vergoldet und jede einzelne Figur C111
        

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