Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1709138
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Angele , 
Frate 
Giovanni. 
Joseph. 
 Angelini , 
gegangen. An der Decke sind die vier Evangelisten mit ihren At- 
tributen auf blauem Grunde mit goldenen Sternen gemalt. Die 
Abnehniung vom Kreuze iiber dem Altare wurde iiberweisst. 
In einer zweiten Iiapelle, welche Pabst Paul III. einreissen liess, 
um eine Treppe anzulegen, malte er_ die Bildnisse der merkwür- 
digsten Männer der damaligen Z_eit: Nikolaus V., Kaiser Friedrichs, 
des Bruders Antonio, nachiiialigen Erzbischofs Biando von Forli 
und Ferrantds von Arragonien. Aiisserdenr sieht man von {Inge- 
lico in einigen Gallerien Roms noch btaffeleibilder; ein vorzuglich 
schönes Bild beim Card. Fescli, das jungste Gericht vorstehend 
Diesen Gegenstand hat der Iiiinstler oft wiederholt. E1- wm- ganz 
von der Seligkeit der Gerechten durchdrungen, so dass wir uns 
7' beim Anblick seiner seeligen Geister unter den Unsem glauben 
und, eine gesellige Theilnahmc an ihren ewigen Freuden fühlen. 
Sie erscheinen, ohne "irdische Beziehung, einander gleich, ge. 
schlechtlos. Eine fast ahnliche Darstellung findet sich in der Gal- 
l'erie.zu Florenz, und die letzte Arbeit dieser Art fing er im Dome 
zu Orvieto in der Iiapelle der heil. Jungfrau im Grossen zu ina- 
len an. Liikas von xCortona vollendete dieses Bild. 
 Zu Fiesole's Vorziiglichsten Werken gehört unstreitig die Krö- 
nung Maria und die Wunder des heil. Dominicus im k. Museum 
zu Paris. Der Hofnialer 'l'ernite hat jenes Werk gezeichnet und 
auf 15 Bl. niit Cllälflgfaflilßllärllldg des) Gemäldes von VV. A. Schlegel, 
1817 im ross en 0 io erausgege en. 
Vasari gruft. bei _der Schilderung der_ Krönung MariE-i voll Begei- 
sterung, sie scheine von der Hancbeines Heiligen oder eines E31- 
gels glemalt, ugid bghliuftgt, dasslltrein äiädärärio dlas Hleilige dar- 
zuste en wuss e. e s cer niac i ige l ic e nge o, (er fiir da; 
VVohlgefzillen am Zarten zu geivaltig, und fiir den Genuss des 
Beizenden zubgross vvar, rief geriihrt aus, als er die Verkündigung 
lYlaria zu St. Domenico sah: "IJIESCI Pater muss im Himmel gewe- 
sen seynl, um die heil. Jungfrau zu schauen, da er sie so schön 
ebildet iar." 
g In der Gallerie zu Florenz ist__noch ausser dem jiingsteu-Gefichte 
ein Madonnenbild in Lebensgrosse, eine wahrhaft himmlische Er- 
scheinuiig. In ihren Armen liegt Christus und Engel umgeben (135 
Bild, welche auf verschiedenen Instrumenten spielen. Obgleich 
dieses Werk unter Angeliccfs lruhere Bilder gehört, so ist es doch 
eine seiner schönsten Dichtungen. Weit vollkommener noch als 
Kunstwerk ist eine Iireuzabnahme mit lebensgi-gssen Figuren in 
der Gallerie der Akademie. Alles ist an diesem Bilde meisterhaft, 
Farbe, Zeichnung, Gefühl und Ausdruck. Sehr schwer und nicht 
selten bis auf den Grund bescliädiget sind neben andern die Ma- 
lereien an den ehemaligen Silberschränken der Serviten, ebenfalls 
in der florentinischen Gallerie. 
In der Sakristei von St. Maria Novelle ist ein Reliquarium mit 
Bildern von da. Fiesole's Hand. Viele seiner Bilder sind über das 
mittlere Italien verbreitet, und mehrere bei Aufhebung der Klöster 
in den Handel gekommen. Mehreres über diesen Künstler s. Iiunst- 
blagtlwäz; neueste Beschreibung von Rom von Bunsen u. a. 
I. im- 
Angelini, SCIPIOIIG, ein geschickter Blumenmaler, den Guariente 
in-ig Angeli nennt. Seine Blumen schienen von frischem Thau be- 
netzt. Starb 1729, 68 Jahre alt. Lanzi I. 541- Seine Werke sind 
zahlreich. 
Angclini, JOSOPlI, ein geschickter Bildhauer von Perugia, der 
um 1765 zu Rom arbeitete. Er verfertigte Büsten und Statuen,
        

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