Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1709050
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Bertrand. 
Andrieux , 
 Andriot 
Handeriot, 
Franz. 
graveurs erworben. Es ist unmöglich, einen Portraitkopf sanfter 
und wahrer darzustellen, als hier geschehen ist; auch ist die Aehn- 
lichkeit glücklich erreicht. 
Eben so übertrifft das Miniatur des Basreliefs, das die Schlacht 
vorstellt, älles, was man sonst von dieser Art auf Münzen sieht; 
eine unzählbai-e Menge von einzelnen Figuren, und doch keine 
Verwirrung! Bei aller Kleinheit der Pferde und Mensehengl-uppen 
doch noch Richtigkeit der Zeichnung! 
Nicht so glücklich ist die Rückseite ausgeführt, der das bekannte 
Gemälde von David zu Grunde liegt. Auch die Medaille der Mail-es 
und der Deputirten der Städte des Reiches an Nilpüleon (1311) vep 
dient in Hinsicht auf Dimension, Reinheit der Zeichnung und in 
Vollendung der Arbeit unter die_Zahl der schönsten Werke dieser 
Gattung gesetzt zu werden. Meisterhaft ist auch die Medaille auf 
die Wiedererrichtung der Reiterstatue Heinrich IV. (1817), und 
eine frühere, Welche der Künstler auf die Vermählung Napo- 
leons mit Maria Louise fertigte. Die Denkmiinze zeigt die ca- 
Pita jugata der Neuvermählten, und Amor, der zwei Donnerheile 
trärrt. 
Ändere treffliche Arbeiten sind ferner: Die Denkniiinzen auf 
die Schlacht von Marengo, Jena und Austerlitz, auf die Erobe- 
rung Schlesiens, auf die Friedensschliisse zu Wien, Tilsit und 
Luneville, auf die Wiederherstellung des Cultus, auf die Zusam- 
menkunft der beiden Kaiser, die Einschiffung des Königs 1,11 Ca- 
lais, die Vermäliluuv des Herzogs von Berry u. s. w. Seine letzte 
Arbeit ist die Medainlle auf den Tod des Herzogs von Bordeaux. 
Andrieux hinterlässt als Iiiinstler, wie als Bürger, ein ehrenvol- 
les Andenken. ScliliclitegrolPs nuniisniatisclie Annalen, Revue eii- 
cyclop. Gabet dict. des artistes fi-anc. du 19. siecle. Paris 1851. 
Alldflna, GIÜVQYIDI: Maler zu Turin, malt mit gutem Geschmacke 
 und Wahrheit Portraite, nur die Zeichnung ist oft in den Extre- 
mitäten mangelhaft. Der Künstler scheint indessen noch jung zu 
geyn, und daher lasst sich auch von dieser Seite Vervollkommnung 
erwarten. 
Andriot oder Handeriot, Franz, IinPferstecher, der um 1655 
zu Paris geboren wurde. Er arbeitete in "Frankreich und Italien, 
vornehmlich in Rom, nach mehreren beruhinten Meistern in der 
Weise F. Poilly's, steht aber doch in Ansehung der Wirkung die- 
sem Meister nach. Dennoch werden seine Blätter wegen der Vor- 
 bilder, nach denen sie gefertiget sind, geschätzt und gesucht. Die 
vorzüglichsten sind:  
Zwei Verliiindigungen, nach Alhani; fol. 
St. Magdalena, nach Guido Reni; fol. 
Die Marter Johann des Evangelisten, nach Le Brun; fol. 
Die Dornenlirünung, nach Aiinib. Carracci; oval fol. 
Derselbe Gegenstand, nach Dominichino; gr. qu. fol. 
Maria, die dem Iiinde die Brust reicht, nach G. Reni, oval 
in gr. qu. fol. 
Esther vor Ahasverus, nach S. Guillehault; gr. fol. 
Der barniherzige Samariter, nach Pussin; gr. qu. fol. 
Die heil. Familie mit der Rose, nach Rafael  oval in fol, 
Der ungläubige Thomas, nach Le Sueur; ein gr. Blatt in die 
Breite. 
1 Der Erzengel Michael und St! Catharina, die vor der Madonna 
mit dem Iiinde kniet, ohne Namen des Stecliers; gr. fol. 
Das Portrait des Cardinals Nidart, nach I. de 1a Bunde, 1672 ge- 
stochen; fol. Rost VII. 575 u. A.
        

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