Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1709021
Andreani , 
Andreas. 
115 
hat. Ihm halfen also Künstler, deren Fertigkeit im Zeichnen die 
seinige weit ubertraf. So soll z. B. sein berühmter Triumph des 
Cäsar vom Mantuaner-Maler, Bernard Malpizzi, gezeichnet, und 
vielleicht auch beim Schneiden des Blattes Manches der Sorgfalt 
dieses letzteren zu verdanken seyn. 
Die guten Abdrücke von AndreanPs Werken sind selten. Bartseh 
beschreibt von ihm 25 Stücke, zwei zweifelhafte und fünf, welche 
sein Zeichen tragen, aber von andern geschnitten worden sind. 
Brulliot erwähnt in der neuen Ausgabe des dict. des monog. I. 585 
noch einer in Holz geschnittenen Iirenztragung, nach F, Vanni, 
welche Bartsch nicht bekannt war; ferner eine Dornenkrönung, nach 
Titian, ebenfalls in Holz geschnitten und mit A. M. bezeichnet 
(in einander verschlungen). Das Blatt mit diesem Monogramme, 
ein VVerk unsers Künstlers, ist 12 Z. hoch und 3 Z. lt. L. breit. 
Verzeichniss seiner Blätter nach Bartsch: 
Eva, die sich mit dem Feigenblatte bedeckt, nach dem Fussbo- 
den des Domes zu Siena, von Beccafumi gezeichnet; von drei 
Stöcken. H. 17 Z., Br. 11 Z. -8 L. 
Abrahams Aufopferung Isaaks; von drei Stöcken. H. 65 Z., Br. 
27 Z. 6 L. 
Moses, der die Gesetztafeln zerbricht. Br. 68 Z., VH. 4.6 Z. Zum 
Fussboden des Sieneser Domes gehörig. 
Pharaos Untergang im rothen Meere, nach Titian; von zwei 
Stöcken. Br. 42 Z., H. 23 Z. 
Pilatus wäscht sich die Hände, nach J. v. Bologna. Br. 25 Z. 
g L., 11.16 Z. 2 L. 
Die Iireuztraguilg, nach Casolano; von drei Stöcken. H. 11 Z. 
6 L., Br. 8 Z. Ö L. 
Die Grablegung, nach Rafael lVIotta; von vier Stöcken. H. 15 Z. 
3 L., Br. 12 Z-    
Derselbg (gegenstand, nach JosjSeolam; von vier Stöcken. H45 Z., 
Br. 1  
Die heil. Familie, nach Casolano; von drei Stöcken. H. 11 Z., 
Br. 7 Z. 6 L. 
Die sitzende Madonna mit dem Iiinde, nach demselben; von vier 
Stöcken. H. 10 Z. Ö L., Br. 3 Z. 
Die Madonna mit dem Rinde, dem St. Johann einen V0 el 
reicht, nach Ligozzi; von vier Stöcken. H. 15 Z. 6 L., Er. 
12 Z. {i L. 
St. Franz von Assisi, nach Casolano; von drei Stöcken. H. 10 Z. 
3 L., Br. g Z. 3 L. 
Christi Triumph, auf einem Siegeswagen von den symbolischen 
Thieren der Apostel gezogen, nach Titiany von einem Stecke, 
auf acht mit A - I-I numerirten Blättern. Br. 94 Z., H. 14 Z. 
4 L. Aeusserst selten. Man hat davon eine kleine Copie von 
de Br  
5 Bl. Diir Raub der Sabinerin, von drei verschiedenen Seiten, 
nach Joh. da Bologna; theils von drei, theils von zwei Stö- 
cken. Die beiden ersten 16 Z. [t L. hoch, 7 Z. 5 L. breit, 
das dritte 16 Z. 7 L. hoch und g Z. 5 L. breit. 
Der Raub mehrerer Sabinerinnen, nach Joh. da Bologna; auf 
6 Bl. von vier Stöcken. Br. 55 Z., H. 27 Z. 3 L.' 
Mucius Scävola, nach P. Peruzzi; von drei Stöcken. H. 10 Z., 
Br. 1_z. 10 L. 
Der Trlumph Cäsars, nach Mantegna; von vier Stöcken ing Bl., 
jedes 13 Z- 7- 9 L. ins Gevierte. Zur ganzen Folge gehört 
noch das Brustbild des Herzogs Vincenz Gonzaga von Man- 
tua, von zwei Stöcken, in gleicher Grösse wie die Hauptblät- 
S ü 
        

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