Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - Boe
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1707650
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1708780
Anxand, Jakob Franz. -kAmann, 0d. Anxman u. Aman, lost. 
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sten Auftrag, einen Plan zu dem neuen Thier-Spitale zu entiverfen, 
der jedoch nicht zur Ausführung kam. Im Jahre 18119 verfertigte 
er die Modelle und Plane für die Glashäuser im kaiserlichen Pri- 
vatgarteil auf der Landstrasse, deren ein grosser Theil 1320 zu 
Stande kam. 
Seit mehreren Jahren arbeitet er an der Darstellung der lt. k. 
Hoiburg von ihrer Entstehung bis auf gegenwärtige Zeit. Archiv 
für GESCll. etc. 1824. N. 102. 
Amantl, Jalli-Üb Franztlslistorieil- und Landschaftsmaler, geb. zu 
Gault 1730, gest. 176g. Dieser Künstler gehört zu den besten sei- 
ner Zeit, er hatte aber doch keinen Einfluss auf den Geschmack 
der gesunkenen Malerei. Seine Arbeiten wurden gesucht. Mfan 
kennt auch eine geiitzte Landschaft Ivon ihm, welche eine Frau 
vorstellt, die ihrem Iiindc zu essen gibt. 
Amalld, ilßlmnn Franz; Zeichner und Iiupfersteeher, der sich zu 
Rom bildete und daselbst viele Prospekte der Stadt und der Um- 
gegend zeichnete. 
Man laennt von ihm auch einige selbst radirte Blätter und an- 
dere von fremden Künstlern nach ihm gearbeitete Stiche; wie von 
Lc Bas, P. Chenu u. a. Seine Bliithezeit fällt in die Mitte des 
vorigen Jahrhunderts.  
Amann, oder Amman und Aman, lost, Maler, Iiupfemechei- 
und Formschneider  geb. zu Zürich 1539, gest. zu Nürn- 
berg 1591. 
Amann begab sich 1560 von seiner Vaterstadt nach Nürnberg, 
gewann bald die Achtung seiner neuen Mitbürger, wwüihlte sich 
fortan Nürnberg zur neuen Heiinath und gab 1577 das Biirgerrecht 
in Zürich auf. Dieses 1st wahrscheinlich dem fliichti en Franzosen 
Papillon entgangen , der aus Jost nnianu zwei Iiiinstger macht und 
behauptet, dass der eine von Zurich, der andere von Nürn- 
berg sei, und dabei diejenigen sogar eines lrrthums beschuldiget, 
welche aus ihnen Eine Person machen. Den ähnlichen Fehler in 
Jöchers Gelehrten-Lexicon verbessert dessen Fortsetzer Adelung. 
Die Oel  lYlalereien dieses Künstlers werden sehr geschützt, 
aber nicht in grosser Anzahl gefunden. Auch die Kunst auf Glas zu 
malen übte er, so wie die Iiupferstecherei, worin er aber nicht_ 
viele Werke lieferte. Desto grösser ist jedoch die Zahl von Zeich- 
nungen, die er auf Holz und Papier verfertigte; denn Sandrart 
sagt, dass er von Georg Heller, einem Frankfurter Maler, gehört 
habe, dass Aniann während der vier Jahre, da Heller dessen 
Unterricht genoss, so viele Zeichnungen vollendet, dass man 
einen ganzen Wagen damit hätte belasten können. Die Holz- 
schnitte, die den Namen dieses Meisters tragen, belaufen sich da- 
her über 1000 Stücke, es wurde jedoch in neuerer Zeit durch 
Bartsch und Zani bestritten, dass Amann in Holz geschnitten habe, 
Bartsch glaubt auch, dass mehrere Aetzungen unsers Künstlers Ar- 
beiten Stephan Hermann's seyn dürften. dessen Nadel der des uns- 
riägn ähnelt.  
ieser Künstler wählte in der Zeichnung seiner Figuren mehr 
als ein Künstler seiner Zeit nach dem Leben, was die von ihm her- 
ausgegebenen Holzschnitte von geistlichen und weltlichen Geschich- 
ten, Kleider-trachten etc. beweisen. Er zeigte hier Geist und Ta- 
lent zur Comraosition und gab seinen Zeitbildern in Hinsicht Clalj- 
gestellterßosttime geschichtliches Interesse, ist aber doch von enn- 
ger Manier, namentlich in Darstellung der Pferde, nicht frßl m 
sprechen. Just Amann hat sich auch als Schriftsteller versucht:
        

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