Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Altertum
Person:
Schreiber, Theodor
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1705290
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1705584
BEST AT TUN GSWESEN  
INEDITA. 
ZUSAETZE 
BERICHTIGUNGEN. 
und durch kleine Reliefdarftellungen illuftrirt iit. Ein Fragment im  und oft fehr gefchickt ausgeführt. Schachtartige Zugänge haben Vafen der verfchiedenften Form XCVIII, 7. XCIX, 7 cf. XCVII 
Berliner Mufeuni giebt "fafel XCII, 12. Das bekannteite und  auch die Gräber von Aegina und Pantikapaion auf Tafel XCV,8. IO.  2 u. 3 oder kaftenartige Urnen XCVIII, 8, die häufig auch die G1 
wichtigfte Beifpiel ift die fogenannte tabula iliaca im Capitolinifcheir  Eigenthümliche Deckenconftruktion der Grabkammer von Iouz-Oba fialt eines Lagers haben, auf welchem das Rundbild des Verftorbene 
_Mufeum, deren wirklichen Zuftand (ohne die Infchrift des grofsen XCV, 1. Aus Kleinafien flammt ein Typus des freiflehenden XCVII, 7 angebracht ift. Ein Doppelfarg diefer Art mit den Figure 
Pfeilers) die Hülfstafel XCII A wiedergiebt, während Tafel XCIII Grabes, den XCV, 4 u. 5 in einem Beifpiel von der Infel Rhodus eines Ehepaares LXXXVI, 3. Die Stelle eines Grabes bezeichne- 
die Infchriften und Scenen (nicht ohne einige Auslaffungen und veranfchaulicht. Ein quadratifcher oder cylinderförmiger Unterbau man in Attika häufig durch einen Erdhügel XCIV, 3. 6, nebc 
Fehler, die fich aber nach der Originalanficlit verbeffern laffen), ver- trug einen (jetzt zerfiörten) konifchen oder pyramidenähnlichen welchem ein Denkftein (drrjlrj) errichtet wurde XCIV, 6. 1. IX, 
deutlicht und ergänzt. Erdhügel, der vielleicht mit Bäumen bepflanzt war. Demfelben Ein röniifcher Grabftein aus Pompeji XCIX, 2. 3. 
Typus begegnen wir in Etrurien (Gräber von Corneto XCVII,  Die Beftattungsfeierlichkeiten beginnen mitderAusftellur 
 11, 12 und XCIX, 9 und ebendafelbft Fig. 1, Grab von Cervetri) (rrgdäwzg) der Leiche, wobei die abwechfelnd von Männern un 
K   und fpäter in Rom (Maufoleiim des Kaifers Hadrian). Häufig ift  Frauen aus dem Verwandtenkreife angeftimnite Todtenklage {tat 
y! Ä i  j die Anlage und Ausftattung der Grabkammer Nachahmung des  findet XCV, 2. 6. 9. Der Leichnam wird bekränzt (Fig. 2 u. g 
 {F45  M  [i Wohnhaufes. So die bHauptkammer des-Felfeiigrabes am Mufeion man bringt allerlei Gaben, die dem Verilorbenen ins Grab folge 
im [Hin-i 1 "A  f zu Athen XCXIT, 3. 7, die Grotta de" Tarquinj bei Cervetri XCVIII, 6, follen, und fchützt das reine Sonnenlicht (ivenn die Ausftelluiig i: 
7'  Hi   Xi  ein Grab bei Corneto XCVIiI, 5.  Eigenartig find die Gräber-  Freien ftattiindet) vor Berührung mit dem Todten, deffen Anblir 
( 3M iiixjji;  i  bauten Lykiens. Wir unterfcheiden vier Haupttypen a) das Pfeiler- verunreinigt, durch Vorhalten eines Schirmes (Fig. 9). Römifcl 
711  I;  grab, das in feinem oberften Theil die Grabkammer enthält XCVI, 5,  Darftellung der collocatio C, 8. Dabei bedeckt man das Antli 
J  {i i-KIEAÜ, j   den Katafalkbau XCVI, 7  eine fteinerne Nachahmung des  des Leichnams mit einer Wachsmaske Ch, 2. Den Leichenzug fehe 
 f 1' M; iliiriti  LL holzemen Katafalks auf hohem Unterfatz. c) Die ebenfalls in wir fchon auf der hochalterthuirilichen Dipylonvafe XCIV, 7, fpätere 
     Stein nachgebildete Blockhütte XCVI, 3 u. 4 und d) das in die Urfprungs find XCIV, 4 u. 5. Die Einfenkung des Sarges in d 
  Felswand hineinvertiefte Heroon mit tempelartiger Facade XCVI, 1.8. Erde XCIV, 2. Ein röiriifcher Beftattungsivagen XCIX, 8. Eir 
Vign IL Grabfchmückung. Ebenfalls in Kleinafien entfteht der in römifcher Zeit reich entwickelte Voritellung von der Pracht der Scheiterhaufen, die bei kaiferliche 
Lekythos. Athen. Panofka BaL. 20, 4. Typus deS Steinfarkophags, den wir hier in feiner primitiven Form Leichenbegängniffen errichtet wurden, giebt die Confecration 
als freistehenden Moiiumentalbau kennen lemen XCVII, 1-3. Be- medaille des Pertinax C, 5. Die Geftalt der römifchen Ahnenbildi 
 fonders mannigfaltig find die etruskifchen Gräberanlagen vergl. noch dürfen wir uns vielleicht mit Hülfe der Grabbüfte C, 9 vergegei 
BestattungSWeSen. XCVII, 5 und 6. 8. 9 und IO. XCVIII, 1-4. 8. Die römifchen wärtigen. Der Todtencult fchrieb regelmäfsige Ausfchmückung dt 
Halrssoilllier, qiiomodo sepulcra Tanagraei decoraverint. Paris 1884.. zeigen uns fowohl das oberirdifche, an den Heerftrafsen errichtete Grabmals vor XCIV, 1. 6. Eine befondere Form des Grabdenkmal 
Hernzann, Griechifche Privatalterthümer, bearbeitet von Blümner, pag. 361 Ff- Familiengrab XCIX, 5. 6. C, 1 als auch das tempelartige Grab- die Darftellung des fogenannten T odtenmahls (XCVI, 2), bezeugt ui 
Mmmmrdtr Privatleben der Rom" 1' 330m mal C, 3. 4 und als neue Form des Maffengrabes das Columbarium auch bildlich die Heroenehren, welche dem Verftorbenen von de 
Durch das ganze claffifche Alterthum ift Verbrennung und XCIX, io. C, 6. Hinterbliebenen gezollt wurden. 
Beerdigung des T odten gleichzeitig üblich gewefen. Ebenfo finden Eine einfachere Beftattungsweife ift die Beerdigung in einer 
wir wenigftens in der hiftorifchen Zeit ober- und unterirdifche mit Steinen ausgelegten Grube XCVI, 9 oder in einem in der Erde  
Begräbnifsftätten neben einander in Gebrauch, doch bevorzugt man beigefetzten Sarg aus Holz XCIV, z, aus Thon XCVI, 6. 10-12.  
letztere, weil fie den Leichnam beffer vor Entweihung fchützen C, 7 oder Stein. Zum Beifetzen der Afche brauchte man häufig  Inedlta 
kann und behält die oberirdifche Beilattiing gern für Könige V11, i7_ Muükgeräih mit P1ektmn_ 
und Kaifer, oder für beffer Situirte vor, während der Aermere   äygn;  äoäläsjaniftfhß Tgfaläkääelifolgit Götlerbildefn- 
fich mit einer Erd ruft oder einem Platz in dem Maffen rab      a gl" am" e a  x  
begnügen mufs. g g  s   X13, I2. Statue einer Veftalin, Rom. 
Die Formen der Grabftätte wechfeln nach Zeit und  ßdvkv  XXL L Grabüele d-es Agaii-lesi Atheim    
 R_  h, r ß XXVIII, 3. 4 Gladiatorenliampfe, NVandbilder aus PompeJi, 
Landfchaft ganz bedeutend, fo dafs fich weder fur das    LXIV, z, Bauernhof. Relief des Vatikan. 
griechifche noch für das römifche Grab ein Durchfchnittstypus  x  a LXVI, 3- Amiähorßngenell-  Wandbildi Neß-Pel- 
feüftellen läfst. In der älteften Epoche ift neben dem von    j. LXXI, 2. KlempneFeL Itliferßbiziäaiäl. l 
oben in die Tiefe getriebenen Schachtgrab (Burggräber von "Q1   I. LXXVL 2' sympo'on' am 1  eape' 
Mykenae) als Grab der Ftirften und Vornehmen das Kuppel-      
grab gebaut worden, deffen Anlage das fogenannte Schatz-    I! Z "t d B  hr  
haus des Atreus zu Mykenae XCIV, 8. 9 deutlich macht. Wie "  ,  K    115a. Ze Znq Lenc lgllngerl- 
hler  honzontale Zugangsfchacht nach E1nfuhrung_der Leldie   x   2 liiig?  dästjätriftiiiäiühoosxivgüs Caere. jetzt Rom, Museo etrusi 
verfchuttet und unkenntlich gemacht wurde, fo ift auch in Capifqlino. 
fpäterer Zeit das Verbergen des Grabeinganges eine Hauptfache Vign. 12. Leichenfpiele. Vafenb. Berlin, Muf. Gerh. A. v. IV, m. (Boettichexn)   iiiiiee.
        

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