Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702093
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Plastikt 
Malerei 
und Architektonik. 
Zll 
schwach, 
um 
zum 
Festhalten 
der 
Trommeln 
anein- 
ander zu dienen; er hatte vielmehr nur den Zweck, 
Während des Baues eine Umdrehung der oberen Trom- 
mel behufs genauer Aneinanderpassung der Schnittflächen 
zu ermöglichen.  Rechts die halbierte oberste Trom- 
mel eines Säulenschaftes von unten gesehen. In dem Mit- 
telpunkte der Fläche das viereckige Loch für die erwähnte 
Holzfüllung. Die Kanneluren treten nicht bis völlig 
an den untern Rand der Trommel heran, es ist vielmehr 
eine kleine Rinne freigelassen, um beim Aufsetzen der 
Trommel ein Abstofsen des Randes zu vermeiden. Denn 
auf 
dieser 
obersten 
Trommel 
wurde 
ebenso 
wie 
auf 
der 
untersten die Kannelierung vor der Zusammensetzung 
der Säule hergestellt, Während sie am übrigen Schafte 
erst nach der Aufrichtung derselben ausgeführt wurde. 
4. Römischer Legionssoldat Kalk bereitend. Von 
der Trajansäule, vgl. 39, I. 
 5. 7. Das Eigentümliche dieser Technik besteht 
darin, dal's Terrakottaplatten zur Verkleidung steinerner 
Gebälkteile verwendet und an dieselben angenagelt sind. 
Dieser seltsame Gebrauch wurde in der Übergangszeit 
vom Holzbau zum Steinbau hauptsächlich in Sizilien ge- 
übt und findet nur darin seine Erklärung, dafs man aus 
alter Gewohnheit die Verkleidung, welche man von 
jeher bei Holzbauten angewendet hatte, noch einige Zeit 
für den Steinbau beibehielt, trotzdem sie bei dieser neuen 
Bauweise durchaus zwecklos war. 
5. Die Darstellung soll den engen Zusammenhang 
verdeutlichen, der zwischen der Holzarchitektur und der 
ältesten griechischen Steinarchitektur, der des dorischen 
Stils, besteht.
        

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