Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1702079
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Plastik 
Malerei 
u nd 
Arch 
fektonik. 
welche in entsprechende Öffnungen der darüber liegen- 
den Steine eingriffen, die, wie die punktierte Linie an- 
deutet, gerade hier mit ihren Fugen zusammentreffen. 
Endlich sehen wir sogenannte Stemmlöcher III, un- 
regelmäßige Einschnitte, in welche, Wie das Bild zeigt, 
Brechstangen eingesetzt wurden, um vermittelst eines 
Querholzes den Stein dicht an seinen Nachbar heranzu- 
schieben. 
I0. Der Künstler wollte die Erbauung einer Stadt 
darstellen. Um aber nicht halbfertige Gebäude zu bilden, 
deutete er das Werden der Stadt durch Werkstücke und 
durch das Handwerkszeug der Architekten an. Von 
Baulichkeiten sind ein Stück der Mauer mit einem Turme 
und zwei Gebäude unklarer Bestimmung dargestellt. 
Am Turme lehnt die Riesenleiter, an den untersten 
Sprossen ein Brett mit Kanten. Die Konstruktion der 
Hebemaschine läfst sich bei der mangelhaften Ausführung 
des Bildes nicht erkennen. Ein Arbeiter behaut einen 
Stein; der Architekt kontroliert ihn mit dem Mafstabe. 
Spätrömisch. 
Tafel. 
l. Ein dorischer Tempel. Die Dreizahl der Stufen 
für den Unterbau ist Regel, vgl. 12, 1. Die Stufen sind 
nicht als Treppe gedacht, vielmehr werden von derIEin- 
gangsthüre zum Behufe des Aufstiegs, wie Fig. 2 zeigt, 
Zwischenstufen eingelegt. Ein Säulenurngang umschliefst 
die Cella, das eigentliche Wohngemach des Gottes. Sie 
ist in unserer Darstellung durch zwei übereinander ste- 
hende Säulengänge ausgezeichnet, deren unterer einen 
Umgang, eine Art Empore trägt, wie beim Zeusternpel 
von Olympia  Über die Dachkonstruktion des
        

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