Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701927
Musik. 
57 
möglich war, hervorzurufen. Wir sehen auf bildlichen 
Darstellungen in der Regel die linke Hand des Musi- 
zierenden in den Saiten spielen (7,14; 84,5), während 
die rechte Hand mit dem Plektrum ruht (81,9; 84,3). 
Diese Darstellungen sind offenbar so zu deuten, Clafs 
man mit dem Spiele der linken Hand den Gesang zu 
begleiten pflegte, während der kräftigere Schlag des 
Plektrurns in den Pausen des Gesanges die Melodie 
übernahm. 
Neben Kithara und Lyra erfreute sich unter den 
Saiteninstrumenten das Barbiton einer allgemeineren 
Verbreitung; dieses Lieblingsinstrument der lesbischen 
Dichter, das sich auch im athenischen Hause einen Platz 
neben der Lyra eroberte, ist durch den tieferen Ton zur 
Begleitung des Männergesanges geeignet, daher es denn 
neben der Lyra beim Trinkgelage zur Verwendung kam 
 Auch der fahrende Spielmann 65,4 trägt es 
an seinem Stabe über der Schulter. Abgesehen von der 
gröfseren Länge unterscheidet es sich von der Lyra da- 
durch, dafs die weitere Wölbung der Seitenarme sich 
bei ihm nicht unten am Schallkasten, sondern am oberen 
Ende des Instrumentes befindet (7, 9). Von anderen 
Saiteninstrumenten ist noch die von Frauen gespielte 
dreieckige Harfe, das Trigonon, und die ähnlich gestaltete, 
aber kleinere Sambuka zu erwähnen (vgl. 7, r), sowie 
einige Instrumente, auf die wir keinen der bei den alten 
Schriftstellern sich zahlreich findenden Namen von Musik- 
Werkzeugen mit Sicherheit anwenden können (7,10, 
17;  
Die antike Flöte war aus Rohr, Holz oder Knochen 
angefertigt und besafs einen tieferen Ton als die unsrige; 
sie mag in ihrer Klangwirkung unserer Klarinette ähnlich 
gewesen sein. Die Löcher des Instrumentes waren zu- 
weilen zum Zwecke der Umstirnmung mit glockenförmigen
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.