Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701872
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Die Musik nahm im Leben der Hellenen seit den 
frühesten Zeiten eine hervorragende Stellung ein. 
Sie erfreute sich ebenso der Liebe des kunstsinnigen Volkes 
wie der Wertschätzung seiner hervorragendsten Denker, 
die ihre erziehliche Bedeutung ausdrücklich anerkannten. 
Sie hielten sie, falls sie nur den strengen Gesetzen einer 
rechten Kunst treu blieb, für vorzüglich geeignet, edle 
Empfindungen im Menschen wachzurnfen und in die un- 
geordneten Bewegungen des Seelenlebens Harmonie und 
Ordnung zu bringen.  
Schon bei Homer sehen wir sowohl Laien als Be- 
rufssänger diese Kunst betreiben. Achilles, das Ideal 
edler Männlichkeit, der Held der Schlachten, sucht im 
Spiele der Leier und im Singen von den Ruhmes- 
thaten der Vorzeit Trost für erlittene Kränkung. Und 
wie Apollo im olympischen Palaste des Zeus mit den 
Musen durch Saitenspiel und Lied die Gelage der 
Götter verschönt, so finden wir auch an den Höfen 
der irdischen Fürsten berufsmäfsige Sänger, die beim 
Mahle den Herrscher und seine Gäste durch ihren
        

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