Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701849
Tafel 
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Die gefesselte Hera schaut hoffend auf Ares. Aber dieser 
ist im Zurückweichen begriffen. Hephäst hat ein Hand- 
werkergesicht und trägt seine gewohnte Mütze, die er 
spafshafterweise wie einen Helm mit einem Busche ver- 
ziert hat. Die Szene spielt vor einem durch die Stier- 
köpfe angedeuteten Gebäudeä wahrscheinlich dem himm- 
lischen Palaste des Zeus. Uber dem Haupte der Hera 
ein Spiegel, über Hephäst und Ares ein Granatapfel und 
eine Schale. Die Göttin ist nicht karikiert, vg1.5, 6, S. 
Die Treppe ist die von der Bühne nach der Orchestra 
führende. Die Bühne macht durchaus den Eindruck eines 
bescheidenen, nur für den augenblicklichen Gebrauch auf- 
geschlagenen Holzgerüstes. 
Tafel. 
l-G. Tragödie und neuere Komödie. Diese Bilder 
gehören nebst acht ähnlichen dem Friese eines Gemaches 
an. Dafs der Maler derselben auch in den tragischen 
Szenen die Kothurne wegliefs, geschah nur aus künst- 
lerischen Gründen und man darf aus diesem Umstande 
keinerlei Schlüsse auf die Bühnengewohnheiten der Zeit 
ziehen, welcher diese Darstellungen angehören, d. i. wahr- 
SCheinlich der ersten Kaiserzeit. Ebenso wenig darf man 
die linke Person auf Fig. 3 deshalb, weil der Kopfputz 
etwas zu hoch geraten ist, als mit dem tragischen Kopf- 
aufsatze bekleidet ansehen. Das Geschlecht ist bei den 
Figuren zuweilen schwer zu erkennen. So bei den rechts 
stehenden Personen auf 4 und 5. Auf 1 bittet Priamus 
den Achill um Auslieferung der Leiche Hektors. Er ist 
von links gekommen, denn die Stadt Troja mufs vom 
Standpunkte der Griechen als die Fremde betrachtet wer- 
Bernhardi, 'I'extbuch zu Schreibers Bildemtlas. 4
        

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