Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701803
HPS 
Tafel. 
I. Probe eines Satyrspiels. Der Ort der Handlung 
ist ein für Theaterproben bestimmter Raum, das Didas- 
kaleion. Er ist unter anderen mit Siegesbinden und 
Gefäfsen geschmückt. Ein Chorlehrer unterrichtet aus 
einer Schriftrolle, die er in der linken Hand hält, zwei 
Satyrn. Der eine hat seine Maske auf den Hinterkopf 
geschoben. Im Hintergrunde rechts wird ein Schau- 
spieler von einem Theaterdiener angekleidet. Die auf 
dem Tische liegende Maske scheint für ihn bestimmt zu 
sein. Hinter dem bekränzten Flötisten steht ein zweiter 
Schauspieler. Die eine der vor dem Chorlehrer liegen- 
den Masken ist die des Papposilen; die andere hat den 
tragischen Kopfaufsatz. 
2. Unteritalische Posse. Herakles bringt von links, 
also aus der Fremde kommend, in Käfigen die Kerkopen, 
jene bösartigen kleinen Dämonen, herbei, die ihm der 
vor ihm sitzende König Eurystheus einzufangen befohlen 
hatte. Sie sind komischer Weise als Affen gebildet. 
Der Held scheint seinen Bogen als Tragholz zu benutzen. 
Der König trägt aufser dem Diadem das mit Buckeln 
verzierte Szepter als Abzeichen seines Ranges. Der Altar 
gehört zum Hause oder Palaste, welcher durch den Tier- 
Schädel angedeutet ist. 
4. Offenbar ein Tragödiendichter. Sein Portraitkopf 
Fig. 4a zeigt deutlich den Ausdruck des Nachsinnens. 
Die Augen sind halb nach. oben gerichtet. Die Finger 
der rechten Hand scheinen zu skandieren. Die Muse 
Selbst ist, ohne von ihm bemerkt zu werden, in seinen 
Studierraum eingetreten, um ihnrzu helfen; sie steht auf 
einer Stufe vor der Thüre. Über dem Tische an einer 
Stange eine Plakattafel für Theateranzeigen, von der die 
eine Hälfte abgebrochen ist; die augenblicklich eingefügte
        

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