Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701776
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Theaterwesen. 
Schulter ablegen mufste. Die beiden Gegenstände neben 
Menedemus, die Korngarbe und das Joch der Pllugstiere, 
deuten nebst dem Karst auf die Bemerkung des Chremes, 
dal's man den Menedemus den ganzen Tag über pflügen, 
graben oder eine Last tragen sehe.  Fig. 7. Unter- 
redung zwischen Demipho und Phormio, Ter. Phormio 
2. A. 3. S2. Der unverschämte Phormio scheint sich zwi- 
schen Demipho und dessen drei Rechtsbeistände einge- 
drängt zu haben. Der Sklave Geta, der seinen Mantel 
auf der Schulter zusammengerollt trägt, ist als zurück- 
stehend zu denken. Von den drei Rechtsbeiständen 
tragen zwei Bücher in den Händen. Die deklamierende 
Gebärde des Cratinus ist für die dargestellte Szene 
sinnlos. 
Tafel. 
I. Satyrspiel. Die gegenwärtig in der Petersburger 
Akademie der Wissenschaften aufbewahrte Vase stammt 
wahrscheinlich aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Das Bild 
zeigt den trunkenen Herakles in einem durch Wein- 
stöcke, Blumen und Gräser angedeuteten Garten vor 
dem Hause einer Geliebten, Wahrscheinlich der Omphale, 
liegend. Er hat sich dahin mit seinem schwärmerischen 
Zuge von Satyrn und Bacchantinnen begeben, findet aber 
einen sehr übeln Empfang, denn die gestrenge Beschützerin 
seines Mädchens giefst aus dem Hause, das nur durch 
die Thüre angedeutet ist, ein dreihenkeliges Wassergefäfs 
auf ihn aus, um ihn zu ernüchtern und von der Schwelle 
zu vertreiben. Der Gufs scheint dem Helden zwar lästig 
zu sein, er ist aber so schwer betrunken, dafs er sich 
nicht ernstlich dagegen zu wehren vermag. Inzwischen
        

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