Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701733
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Theaterwesen. 
Idealwelt versetzt durch die Anwesenheit des Fest- 
gottes selbst (AIONYEOE) mit seiner beim Erwachen 
des Lenzes wiedergewonnenen jugendlichen Gemahlin. 
Er hat mit ihr auf einem reichgeschmückten Ruhebette 
Platz genommenf Auf dem Ende desselben sitzt die 
Muse, welche durch Emporhalten einer Maske den Gott 
zur Entgegennahme der ihm dargebrachten Huldigung 
einladet. Der geilügelte Genius der Sehnsucht (IMEPOE) 
streckt verlangend die Arme nach der Maske aus. Zu 
beiden Seiten dieser idealen Gruppe stehen die drei be- 
reits völlig angekleideten, nur noch nicht maskierten 
Schauspieler: rechts Herakles, HPAKAIIE, mit Keule 
und Löwenfell, und Papposilen mit einem Tigerfell über 
der linken Schulter, links der dritte Schauspieler in 
Königstracht, den man, weil seine Maske eine phrygische 
Mütze trägt, für Midas angesehen hat. Von den I4 
übrigen Figuren sind 11 durch Satyrschurz und zum Teil 
auch durch Satyrmaske deutlich als Mitglieder des Chores 
bezeichnet. Als zwölfter Choreut wirkte vielleicht der 
auf dem Schemel sitzende Chorlehrer Demetrios, AH- 
IIIIITPIOIS. Er hat in der linken Hand einen stabartigen 
Gegenstand. Ein gleicher lehnt am Schemel. Die meisten 
Erklärer sehen darin Schriftrollen, doch glaubte ein Ge- 
lehrter an dem Originale Flöten zu erkennen. Die 
Musik ist aufser durch den erwähnten Flötenspieler Pro- 
nomos durch den wahrscheinlich nicht berufsmäßigen, 
darum auch ohne Prachtgewand dargestellten, vor ihm 
stehenden Kitharaspieler Charinos, XAPINOE, vertreten. 
Die den Satyrn beigeschriebenen Namen sind in der 
oberen Reihe von links nach rechts folgende: Eunikos, 
EYNIKOE; Dorotheos, ÄQPOOEOS; Euagon, EYAFAN, 
und hinter Papposilen Kallias, KAAAIAE; in der un- 
teren Reihe Nikomachos, NIKOZKTAXOE; Charias, sYA- 
P1113; dann der tanzende Aikoledes, AIKOJ1EÄIfIS;
        

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