Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701705
Tafel II. 
35 
Lage des hölzernen Pultdaches der Bühne an. Die Pfeiler, 
die das oberste der drei Stockwerke der Hinterwand 
bilden, ragten demnach um zwei Drittel ihrer Höhe 
über dieses Dach hinaus. Die Steinwürfel des untersten 
Stockwerkes und die darüber sichtbaren vorstehenden 
Platten trugen zwei übereinander stehende, jetzt ver- 
schwundene Säulenreihen, welche ihren oberen Abschlufs 
in den Giebeln fanden, die über dem zweiten Stock- 
werke hervortreten. Von den fünf Thüren der Szenen- 
front, von denen zwei auf unserem Bilde sichtbar sind, 
ist die mittelste ihrer Bedeutung entsprechend die gröfste, 
die seitlichen sind mit einer fortschreitenden Abstufung 
kleiner: dagegen nehmen die über den Thüren befind- 
lichen Fenster nach der Mitte zu an Gröfse ab. Diese 
wie alle übrigen Fenster der Szenenfront sind blofse 
Blenden, gehen also nicht durch die Mauer hindurch. 
Dagegen befinden sich im zweiten Stockwerke noch drei 
Thüren, von denen eine zwischen dem zweiten und 
dritten Fenster sichtbar ist. Die Thüre in der Querwand 
des Seitenfliigels und die beiden darüber befindlichen 
Fenster führen in drei übereinanderliegende Gemächer; 
zwischen dem untersten und dem nächstfolgenden liegt 
noch ein viertes sehr niedriges. Die Zuschauer konnten 
auf drei Wegen zu den für sie bestimmten Räumen 
kommen: erstens unmittelbar von der Strafse aus durch 
die Orchestrathore, die zcdgodoz; sodannvermittelst eines 
gewölbten Ganges, der in halber Höhe des Zuschauer- 
raumes hinter dem die Stockwerke trennenden Umgange 
in vollem Halbkreise herumläuft, indemF er sich nach 
dem nördlichen Ende zu, wo er seinen Ausgang hat, 
beträchtlich erweitert; endlich von dem Felsen aus, an 
den sich der ganze Zuschauerraum anlehnt. Zu dem ge- 
Wölbten Gange führen die im Bilde zwischen den 
Treppen sichtbaren Thüren des Umganges. 
314
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.