Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701668
Tafel 
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geradlinige Abschlufswand an der Seite des Zuschauer- 
raumes ist durch die ein Viereck bildende Umfassungsmauer 
des Gebäudes, die ein Holzdach trug, verursacht. Infolge- 
dessen bilden die oberen Sitzreihen, wie das Bild zeigt, 
keinen vollen Halbkreis. Die auf der sichtbaren Um- 
fassungsmauer im Bilde angegebenen Pfeiler sind Will- 
kürliche Zuthat. Ebenso die Lehnen der unteren Sitzreihen. 
Die gröfsere Breite der vier unteren Stufen erklärt sich 
vielmehr daraus, dafs sie ebenso wie die ganze Orchestra 
zur Aufstellung von besonderen Sesseln für die bevor- 
Zugten Theaterbesucher bestimmt waren. Nur die auf 
ler vierten Stufe stehende Balustrade, welche diese Ab- 
teilung von der Orchestra trennt, entspricht dem Fund- 
bestande. Die Sitze über dem Orchestraeingange waren 
von dem übrigen Zuschauerraume durch die sichtbare 
Zwischenmauer getrennt und ausschliefslich von der Bühne 
aus durch eine Treppe zugänglich. Es war dies die Loge 
für die das Spiel veranstaltende Behörde, das sogenannte 
Tribunal. Die Szene nach dem antiken Vorbilde 3,2. 
4. Das Theater des Marcellus war das dritte und 
letzte der in Rom erbauten steinernen Theater. Es wurde 
im Jahre 13 v. Chr. gebaut und fafste gegen 20000 Zu- 
schauer. Das erste steinerne Theater der Hauptstadt war 
das von Pompejus im Jahre 55 v. Chr. gebaute. Der im 
Bilde wiedergegebene Grundrifs der jetzt völlig zerstörten 
oder überbauten Bühne ist nach einer Zeichnung des 
I6. Iahrh. entworfen, welche im wesentlichen mit einer 
auf einem antiken Stadtplane erhaltenen Darstellung 
des Grundrisses übereinstimmt; nur war die Bühnen- 
hinterwand nicht geradlinig, sondern besafs nach römischer 
Sitte Nischen, vg1_ 2,35, Auch ist natürlich die An- 
gabe nur einer Thür in dieser Wand fehlerhaft. 
5. Die Maske in der rechten Hand des Dionysos- 
knaben, jetzt noch sein Spielzeug, kennzeichnet ihn als
        

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