Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1705161
Tafel 
XCIV 
XCV 
33x 
Bilder sicher noch dem 2. Jahrtausend v. Chr. In den 
homerischen Zeiten traten an Stelle dieser kunstvollen 
Bauten einfache Erdhügel. Es vollzog sich also beim 
Gräberbau ein ähnlicher Rückschritt wie beim Palastbau, 
vgl. 8.262. Übrigens lehnen sich die Kuppelgräber in 
ihrer architektonischen Gestalt vermutlich an eine uralte 
Form menschlicher Behausung an, etwa an das kreis- 
förmige Zelt oder an halb unterirdische Erdhütten, wie 
sie in gewissen Gegenden Kleinasiens üblich waren. 
Tafel. 
l. Das Innere eines auf dem Berge Iouz-Oba bei 
Kertsch befindlichen Hünengrabes. Der langgestreckte 
Raum ist durch überk-ragende Steinplatten gedeckt. Im 
Hinterraum auf der Erhöhung ein riesiger hölzerner Sar- 
kophag. 
2. Ausstellung der Leiche und Totenklage von 
einer Dipylonvase, vgl. 94,7. Der Tote liegt mit einem 
Tuche bedeckt auf einem Gurtbette wie 94, 7; 97, 4. 
Von den beiden Enden des Bettes hängen Zweige herab. 
Auf dem Boden sitzen zwei Gestalten mit Klagegebärden. 
Andere umstehen die Bahre. 
3. 7. Die Thüre auf Fig. 3 führt zur Hauptkammer 
des Felsengrabes, welche Fig. 7 von der Eingangsseite 
aus dargestellt ist. Vor der Thüre befindet sich ein ge- 
pHasterter Vorplatz. Die Hauptkammer zeigt in ihrem 
Dache eine Nachahmung der Holzkonstruktion vermittelst 
dreier aus dem natürlichen Felsen gearbeiteter Balken. 
Der Balken rechts ist zerstört. Von der Hauptkammer 
aus gelangt man in eine durch die Thüre der Hinter- 
wand auf Fig. 7 sichtbare innere Felsenkarnmer, welche
        

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