Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1705117
Bestattung. 
n den Bestattungsgebräuchen der Griechen und Römer 
I Wie in denen aller Völker prägt sich der fromme Ge- 
danke aus, dafs der Tote auch, nachdem er in die Gruft 
gesenkt oder sein Leib in Asche verwandelt ist, weiter 
lebe und die Gewohnheiten mit in das neue Leben hin- 
über nehme, die ihm auf dieser Erde lieb gewesen waren. 
Darum ist es eine Pflicht der Pietät, dem Gestorbenen 
alles n1it in das Grab zu geben, woran der Lebende seine 
Freude gehabt hat. Die Grabstätte selbst wird ihm wohn- 
lich zugerichtet, sie wird, wenn es die Mittel der An- 
gehörigen gestatten, nach dem Vorbilde menschlicher 
Behausungen gebaut und ausgestattet (95, 1,7; 97, 4; 98, 
 Besonders bildet man den Eingang gern wie 
den eines Hauses  ja, man ehrt den Gestorbe- 
nen noch mehr, indem man ihn wie ein höheres Wesen 
betrachtet (96,2) und seinem Grabe eine Tempelfassade 
giebt (96, 1,8) oder durch einen Altarbau die Stätte als 
heilig kennzeichnet (99, 5). Dem Krieger giebt man seine 
Waffen mit in die neue Wohnung (97, 4), dem Epheben 
den Bedarf der Ringschule (vgl. 21, 5), dem Schulknaben 
seine Schreibgeräte (vgl. 89, 5) und dem Kinde sein Spiel- 
zeug  Auch nach der Bestattung werden dem 
Gestorbenen Ehren erwiesen; man bringt ihm Totenopfer,
        

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