Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1705013
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Schriftwcsezl. 
Das Pergament, welches den Vorteil bot, dafs es 
auf beiden Seiten, nicht wie das Papyrusblatt nur auf 
einer, beschrieben werden konnte und dafs sich die 
Schrift wieder tilgen liefs, kam, vielleicht Wegen seines 
höheren Preises, erst vom 3. Jahrh. n. Chr. an für litte- 
rarische Zwecke in allgemeineren Gebrauch, und noch 
bis zum 5. Jahrh. behauptete die Papyrusrolle neben dem- 
selben einen hervorragenden Platz. Für kleinere Auf- 
zeichnungen dagegen verwendete man schon in früherer 
Zeit das Pergament in gröfserem Umfang. In der Form 
schlofs sich das neue Nlaterial an die Wachstafeln an, in- 
sofern seine Blätter ebenso wie diese zu Diptychen oder 
Polyptychen verbunden wurden, aus denen sich schliefs- 
lich der mittelalterliche Codex und das moderne Buch 
in 
entwickelt haben. Pergmnentrollen waren ebensowenig in 
Gebrauch wie Papyruscodices. 
Zum Auftragen der Schrift bediente man sich für 
Papyrus und Pergament in gleicher Weise einer Rohr- 
feder, die nach Art unserer Gänsefedern zugespitzt war 
(89, 10; 91, 7); Doch waren daneben auch schon Yletall- 
federn in Gebrauch, vgl. 89,13. 
Tafel. 
5. Etruskischei" Schreibgriffel aus vergoldeter Bronze. 
Der gewundene Stift ist unten abgebrochen. Oben ist ein 
Schulknabe gebildet, der in der Linken sein Diptychon 
trägt. Die Eichel zum Glätten der Schrift. Dieser offen- 
bar für einen Schüler bestimmte GrilTeI ist in einem 
Grabe gefunden worden. Jetzt in Berlin. 
6. Auf der Basis ist ein griechisches 
eingekratzt und am Bauche ein etruskisches 
Alphabet 
Syllabar.
        

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