Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1704830
 
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as urgriechische Hauptgewaild scheint in einem 
I) wollenen viereckigen Stück Zeug bestanden zu 
haben, welches halbgebrochen um den Körper gelegt und 
an der offen bleibenden Seite nur auf der Schulter ver- 
mittelst einer Spange zusammengesteckt und etwa an der 
Hüfte durch einen Gürtel festgehalten wurde. Doch haben 
die Männer schon in den hornerischen Zeiten unter dem 
Einflusse orientalischer Sitte dieses Gewand mit einem an- 
deren, linnenen vertauscht, welches sich in der Form da- 
durch unterschied, dafs es an der seitlichen und oberen 
Stofskante zusammengenähtwar und hier nur Öffnungen für 
Arm und Kopf hatte. Dieses Gewand, der Chiton, wurde 
also nicht umgelegt, sondern man schlüpfte hinein wie 
in ein Hemd; Spange und Gürtel Waren entbehrlich ge- 
worden. Der Zeugwechsel hing mit der Formverände- 
rung eng zusammen. Denn hatte man einmal das wollene 
Gewand mit dem vornehmer aussehenden linnenen ver- 
tauscht, so ergab sich, da die Leinwand. ein häufiges 
Durchstechen mit der Spange nicht verträgt, die Aushilfe 
des Zusammennähens von selbst. Ein weiterer Schritt 
bestand in dem Hinzufügen von Halbärmeln. Die vor- 
nehmeren unter den Bürgern gaben übrigens dem Gewande 
eine solche Länge, dafs es bis auf die Füfse herabreichte
        

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