Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1704529
LXVII. 
Tafel 
317 
7. Grabmal des öffentlichen Brotlieferanten Eurysaces 
in Form eines Backofens aufgeführt. Oben ein Fries, der 
sich auf die Thätigkeit des Verstorbenen bezieht: Fig. 8 
und 12 sind dieser Bilderreihe entnommen. 
8. Der Teig wird durch Umdrehen einer Walze im 
Backtroge geknetet. In mehreren pompejanischen Bäcke- 
reien haben sich noch solche cylindrische Tröge aus 
Lava gefunden. In der Mitte ihrer Böden befand sich 
ein Loch, welches für die Stange bestimmt war, die von 
hier bis zur Decke des Zimmers reichte und vermittelst 
einer Querstange gedreht wurde. Unten an der Trog- 
stange, also auf dem Boden des Troges, war eine eiserne, 
an den Enden etwas nach oben gebogene Querstange 
angebracht, Welche das Durcharbeiten des Teiges bewirkte. 
Vgl. Fig. 12. 
IÜ. Links zieht ein Esel an dem Balkenwerke der 
Mühle, Welche ähnlich wie Fig. 6 konstruiert ist. Das 
Mehl fällt in einen rings um die Mühle angebrachten 
Bottich. In der rechten, oberen Ecke die Peitsche. Die 
Bestimmung der Geräte über dem Halse des Tieres und 
über seinem Hinterteile ist unklar. Rechts verschiedene 
Bäckergeräte, darunter Eimer, muschelförmiger Korb, 
muldenartiges Gefafs, Sieb. Die Geschäfte des Mahlens 
und Backens waren im Altertume nicht getrennte Be- 
rufsarten. 
ll. Der Baqkofen aus der Bäckerei Fig. 2. Der 
eigentliche Backofen a ist von einem gröfseren Raum b 
umschlossen, um die Hitze besser zusaimmenzuhalten; 
(3 die Öifnung, die den Ofen mit den Zimmern I8 und 
19 auf Fig. 2 verband; d zwei Öffnungen zum Abzuge 
des Qualmes; e (unter c) der Aschenkasten; f ein Gefäfs 
vermutlich für Wasser zum Anfeuchten des Gebäcks. 
Da kein Schornstein vorhanden, mufs die Heizung durch 
Holzkohle geschehen sein.
        

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