Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1704475
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Gewerbe. 
eine Achse, an der zwei mühlradförmige Steine laufen. 
Der eine dieser Steine ist auf unserem Bilde ebenso wie 
der obere Teil des vertikalen Balkens zerstört. Die Steine 
mufsten in solcher Entfernung von dem Boden des Bot- 
tichs angebracht sein, dal's sie zwar die Oliven, nicht 
aber auch die Kerne derselben zerdrückten. Die letz- 
teren wurden vielmehr ausgesondert und die zerdrückten 
Oliven in einer Presse bearbeitet, Wie eine solche links 
dargestellt ist. Von der Einrichtung dieser Presse ist 
wenig sichtbar. Die Oliven scheinen zwischen zwei 
parallel aufgestellten Latten aufgehäuft zu sein, so dafs. 
sie von dem herabfallenden schweren Prefsbaum zerquetscht 
werden. Der Erot, der fälschlich vom Künstler vor den 
Balken anstatt hinter denselben gestellt ist, scheint ge- 
rade den Prefsbaum  vielleicht mit Hilfe von Flaschen- 
zügen  hinaufzuziehen oder herabzulassen. Rechts von 
der Presse zwei Gefäfse, deren Bestimmung nicht klar 
ist. Vor derselben vier in den Fufsboden eingelassene 
Gefäfse (vgl. 66, i) zum Auffangen des aus der Presse 
kommenden Öls. Von links scheint ein Knabe Früchte 
zu bringen. Spätrömische Arbeit. 
Tafel. 
 l. Grabreliet oder Aushängeschild einesWeinhändlers. 
Links scheint der Besitzer einer Frau etwas einzuhändigen 
oder ihr die Hand zu reichen. In den Boden sind neun 
grofse Krüge oder Thongefäfse eingegraben (vgl. 65, I3) 
und zwar innerhalb des Weinberges, wie die Ranken 
zeigen. Sie sind zum Teil durch hölzerne Deckel ver- 
schlossen. An dem einen sind zwei Sklaven beschäftigt, 
von denen der eine vermittelst eines Schöpfgefäfses Wein
        

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