Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1704261
Bäde 
- . Hentliche Bäder gab es auch in Griechenland, be- 
O sonders im Anschlufs an die Ringschulen, vgl.23, l. 
Aber einen gröfseren Umfang gewannen sie erst in Rom 
gegen Ende der Republik, als der Badeluxus derart stieg, 
dafs selbst der niedrigste Bürger wenigstens einmal am 
Tage sich die Erquickung eines warmen Bades gönnen 
zu müssen glaubte. ln derselben Zeit Wurden neben den 
Wasserbädern warme Luftbäder eingeführt, so dafs nun- 
mehr jedes vollständige Bad wenigstens aus drei Räumen 
bestehen mufste: aus dem kalten Wasserbad (frigidarium), 
dem warmen Wasserbad (Caldarium) und dem warmen 
Luftbad (tepidarium). In das letztere begab sich der 
Badende zuerst, um sich zu erwärmen; sodann nahm er 
im Caldarium ein warmes Wasserbad und schlofs mit 
einem kalten Bade im Frigidarium. Übrigens befand sich 
auch im Caldarium regelmäfsig ein Becken mit lauem 
Wasser zum Behufe der Abspülung, ein Labrum. Später 
kam zu diesen Räumen als vierter noch das Lakonikum, 
das heifse Schwitzbad, hinzu, das man nur in Verbindung 
mit dem kalten Wasserbad zu nehmen pflegte. Aus- 
kleidepäume, Apodyterien, und die ganze Einrichtung der 
griechischen Ringschule vervollständigten schliefslich die 
Thermenanlagen. 
    19""
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.