Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1704097
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Städtebau. 
das wir auf griechischem Boden kennen. Die jetzt ab- 
gebrochenen Löwenköpfe Waren in die Platte eingesetzt 
und nach vorn gerichtet, so dafs sie aus der Mauer heraus- 
traten. Für die architektonische Form des Säulenschaftes 
findet sich aufserhalb Mykenä auf griechischem Boden 
keine Analogie: er ist nach unten verjüngt, während 
die griechischen Säulen nach oben zu im Durchmesser 
abnehmen. Auch das Motiv des Kapitals ist ungriechisch. 
Die vier ein Ornament bildenden, horizontal neben- 
einander befindlichen Kreise waren ursprünglich als 
Balkenköpfe gedacht. Sie sind also eine Reminiszenz an 
die ehemalige Holzarchitektur. Für diesen Schmuck 
finden sich zahlreiche Analogieen in lykischen Bauten, 
49,3; 96,3,4. Auch führt in der That die Sage die 
Erbauung unseres Thores auf lykische Baumeister, die 
sogenannten Kyklopen, zurück, die jedoch nicht mit den 
homerischen Kyklopen zu verwechseln sind. 
Tafel. 
l. 2. Die den Thorzwinger einschliefsenden Mauern 
sind zum Teil noch in voller Höhe erhalten. Die Türme 
und das Thor sind nach Vorbildern, die derselben Be- 
festigungsanlage angehören, rekonstruiert. 
3. 4. Lykische Stadt. Das Relief befindet sich im 
Britischen Museum. Fig. 3 zeigt unten und rechts oben 
zwei Seiten der Stadtmauer mit ihren Türmen. Unten links 
ein Hauptthor; auf der rechten Seite desselben ein weit 
vorgeschobener Turm, um die Angreifer an der unbe- 
schildeten Seite zu fassen, wie die Nikebastion 13,3. 
Weiter rechts ein kleineres Thor und daneben drei Aus-
        

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