Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1704041
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Stube zum Salon. Hier empfing der Hausherr seine Gäste: 
hier'wurde vor allem von den hochgestellten Bürgern 
die übliche Morgenvisite der Klienten und der be- 
freundeten Bürger geringeren Standes in den ersten Tages- 
stunden entgegengenommen. Der Ehrfurcht gebietende 
Anblick der Ahnenbilder mufste die Harrenden zur Ge- 
duld mahnen, wenn etwa der Patron zu lange auf sich 
warten liefs. 
Der Verkehr 
auf den Strafsen 
der 
war 
antiken Stadt 
infolge ihrer geringen Breite ein ziemlich unbequemer, 
wenngleich das Hin- und Herströmen der Fufsgänger 
dadurch einigermaßen erleichtert wurde, dafs der Wagen- 
verkehr innerhalb der Stadtmauern sich fast ausschliefs- 
lich auf Lastwagen beschränkte und auch diesen zuweilen 
infolge gesetzlicher Bestimmungen nur während der Nacht- 
zeit die Strafsen offenstanden. Von einem Pflaster hören 
wir aus griechischen Städten nichts Die Römer scheinen 
die ersten gewesen zu sein, die ihre Wege mit Stein- 
platten belegten. "Aber auch sie brachten die Pilasterung 
früher auf den Heerstrafsen in Anwendung, ehe sie daran 
gingen, dieselbe auf den städtischen Verkehrswegen 
durchzuführen. Die Hauptstadt Rom erhielt im Verlaufe 
der zwei letzten Jahrhunderte v. Chr. gepflasterte Strafsen. 
In Pompeji begann man mit dieser Arbeit ebenfalls noch 
in republikanischer Zeit. Man benutzte zur Belegung des 
Bodens außerordentlich harte, vieleckige Steine, die man 
sehr sorgfältig aneinander fügte (51,5; 54,1; 55,8, 12). 
Der Fahrweg war von Bordsteinen eingefafst, welche 
den mehr oder weniger über sein Niveau sich erhebenden 
schmalen Bürgersteigen zur Stütze dienten  In 
gewissen Zwischenräumen war der Fahrweg durch eine 
Lage hoher Trittsteine unterbrochen, welche den Wagen- 
verkehr in hohem Grade erschweren, ja, zuweilen sogar 
unmöglich machen mufsten, dafür aber dem Fußgänger
        

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