Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1703894
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Marine. 
Stag. An dem in die Höhe gezogenen Segel ist ein 
Matrose beschäftigt; er steht auf einem der zu diesem 
Zweck unterhalb der Rahe befestigten Taue, einem sog. 
Pferde. Unsere Abbildung stellt ihn irrtümlicherweise 
vor die Rahe, wo er keinen genügenden Halt haben 
Würde: auf dem Originale steht er hinter derselben und 
greift mit den Armen über sie weg nach dem Segel. 
Von der Rahe laufen auf jeder Seite vier Taue nach oben 
zum Maste, die sog. Toppenanten. Die modernen Schiffe 
haben nur ein solches Tau. Weshalb man im Altertum 
mehrere verwendete, ist nicht klar. Es konnte ge- 
schehen sein, etwa um die Rahe besser zu stützen und 
vor einem Bruche zu bewahren, oder aber auch um 
den Matrosen bei der Arbeit auf der Rahe einen Halt 
ZU 
bieten. 
5. Römische Diere des 2. Jahrh. n. Chr. Für die 
obere Ruderreihe sind als Pforten die Zwischenräume 
der Reling benutzt, welche wie bei Fig. 3 auf dem 
vorderen Rande des Remenkastens steht. Die zweite 
Reihe Ruder kommt wie es scheint aus der unteren 
Seite des letzteren hervor. Um die Kapitänskajüte 
läuft eine Hintergalerie wie Fig. 6. Darauf eine 
Flagge. 
6. Römischer Kauffahrer, Relief von dem 995,6 
abgebildeten Grabe. Die Rahe ist aus zwei Teilen zu- 
sammengefügt, wie dies auch in Ägypten gebräuchlich war. 
Die Matrosen sind eben beschäftigt, das Segel auf- 
zugeien, vgl. 45, 9-12. Um das Heck eine Hinter- 
galerie wie Fig. 5.  
7. Seiner Kleinheit Wegen kann das Bugbild nur 
zu einem Schiffsmodell oder zu einem Weihgeschenk in 
Form eines Schiffes gehört haben. 
8. Athena beim Bau eines Schiffes (der Argo?). 
Ein Arbeiter ist am Vorderteile beschäftigt, ein anderer
        

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