Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Textbuch zu Th. Schreibers kulturhistorischem Bilderatlas des klassischen Altertums
Person:
Bernhardi, Kurt
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1701022
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1703889
Tafel 
XLVI, 
XLVII. 
253 
schiffen eigentümlich (Fig. 3, 5, Taf. 46,8). Er soll 
den Gebrauch längerer Ruder ermöglichen, ohne dal's 
deshalb die Gesamtbreite des Schiffes erhöht Wird. Die 
Ruderpforten scheinen sich bei den Schiffen unseres Bildes 
in der Unterseite des Remenkastens zu befinden. Die 
Steuerruder kommen aus dem hinteren Ende desselben 
hervor; anders Fig. 5. Der Sporn ist unter dem Wasser- 
spiegel, sonst gewöhnlich über demselben, vgl. 46,2,3; 
48,5. Auffallend ist an den rechts fahrenden Schiffen 
die Gestalt des Vorstevens, dessen oberer Teil weit über 
den unteren hervorragt, so dafs man nicht sieht, wie 
die Schiffe zur Aufnahme eines Spornes geeignet sein 
konnten.  
3. Eine Diere, wie wir aus der paarweisen An- 
ordnung der Ruder erschliefsen dürfen. Die Reling ist 
hier Wie Fig. 5 an die vordere Kante des Remenkastens 
vorgerückt. Die Ruder treten aus der Aufsenseite des 
letzteren hervor. Der nach hinten_ aufsteigende Streifen 
über dem Steuerruder ist entweder ein Landungsbrett 
oder eine um das Heck gehende Hintergalerie, vgl. 
Fig. 5, 6. Am Aplustre ein Schild, ein Tympanon (als 
Schiffsglocke?), ein Speer und eine Flagge (als Ad- 
mira1sstandarte?); vgl. 46,3. Darunter die Kapitäns- 
kajüte. Auf dem Deck ein hölzerner Verteidigungsturm, 
dem man, um den Verkehr auf dem Schiffe zu erleichtern, 
eine doppelte Thoröffnung gegeben-hat. Hölzerne Türme 
werden als Ausrüstung von Kriegsschiifen zum erstenmal 
201 v. Chr. erwähnt. 
4. Takelwerk eines römischen Kauffahrers. Links 
klettert ein Matrose an einer Strickleiter empor. Rechts 
davon laufen die zahlreichen seitlichen Haltetaue des 
Mastes, die Wanten, nach unten. Weiter rechts sehen 
wir das Doppeltau zum Hissen der Rahe, das Fall. So- 
dann das sehr starke vordere Haltetau des Mastes, das
        

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